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Tschechien verkleinert Beschleunigungsgebiete für Windkraft drastisch

13.08.2026

Statt 2.685 Quadratkilometer nur noch 297 Quadratkilometer für vereinfachte Genehmigungsverfahren

windkraft.jpg.jpg
© Kohji Asakawa auf Pixabay / Windkraft
Prag- Die tschechische Regierung hat die geplanten Beschleunigungsgebiete für erneuerbare Energien deutlich reduziert. Statt der ursprünglich vorgesehenen 2.685 Quadratkilometer sollen künftig nur noch 297 Quadratkilometer für vereinfachte Genehmigungsverfahren ausgewiesen werden. Von 110 geplanten Standorten bleiben 61 übrig, darunter 49 für Windkraftanlagen und weitere für Photovoltaik. 

Wirtschaftsminister Karel Havlíček (ANO) begründete die Entscheidung mit den zahlreichen Stellungnahmen von Gemeinden und Regionen. Die Ausweisung bedeute zudem nicht automatisch den Bau von Wind- oder Solaranlagen. Jedes Projekt müsse weiterhin ein Genehmigungsverfahren durchlaufen und die Zustimmung vor Ort finden. Gleichzeitig sei ein Mindestumfang notwendig, um EU-Vorgaben zu erfüllen und mögliche Sanktionen zu vermeiden.
 

Umweltorganisationen wie Hnutí Duha kritisieren die Kürzungen. Die Beschleunigungsgebiete würden durch die Verkleinerungen und zusätzliche Einschränkungen, etwa bei der Höhe von Windkraftanlagen, ihren eigentlichen Zweck kaum noch erfüllen. Auch der Verband für moderne Energiewirtschaft begrüßt zwar Anpassungen, warnt aber davor, den Eindruck zu erwecken, erneuerbare Energien könnten künftig nur an den ausgewiesenen Standorten errichtet werden. Tschechien müsse den Ausbau von Wind- und Solarenergie im gesamten Land vehement beschleunigen.
 

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13.08.2026
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