Tschechien: Erkundung für Atomendlager kann fortgesetzt werden
Das Gericht betonte allerdings, dass die laufenden Untersuchungen noch keine Entscheidung für den Bau eines Endlagers bedeuten. Zunächst soll lediglich festgestellt werden, ob der Standort grundsätzlich geeignet ist. Die Gemeinden können ihre Interessen in späteren Verfahrensschritten weiterhin geltend machen.
Insgesamt befinden sich derzeit vier Standorte in der Vorauswahl. Auch die Gemeinden in deren Umfeld haben sich gegen die Erkundungen juristisch gewehrt – bisher ohne Erfolg. An den Standorten haben inzwischen Erkundungsbohrungen begonnen.
Das tschechische Endlager für Atommüll soll bis 2050 errichtet werden. Die Entscheidung über den endgültigen Standort und einen Reserve-Standort soll bereits 2030 fallen. Mithilfe der aktuellen Bohrungen sollen die geologischen Verhältnisse genauer untersucht und damit die Grundlage für die Standortentscheidung geschaffen werden.
Für die betroffenen Gemeinden ist damit klar: Der Streit um das geplante Atomendlager ist noch lange nicht beendet.