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Tschechien: Erkundung für Atomendlager kann fortgesetzt werden

08.09.2026

Oberstes Verwaltungsgericht weist Beschwerde der Gemeinde Chanovice zurück

peggy marco-atomkraft.jpg
© Peggy_Marco pixabay.com
Die Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Endlager für abgebrannte Brennelemente in Tschechien geht weiter. Das Oberste Verwaltungsgericht hat die Beschwerde der Gemeinde Chanovice gegen die Festlegung des Erkundungsgebiets Březový potok zurückgewiesen. Damit bestätigte das Gericht die Entscheidung des Umweltministeriums,  weitere  Untersuchungen an dem Standort zu ermöglichen.

Das Gericht betonte allerdings, dass die laufenden Untersuchungen noch keine Entscheidung für den Bau eines Endlagers bedeuten. Zunächst soll lediglich festgestellt werden, ob der Standort grundsätzlich geeignet ist. Die Gemeinden können ihre Interessen in späteren Verfahrensschritten weiterhin geltend machen.
 

Vier Standorte werden untersucht

Insgesamt befinden sich derzeit vier Standorte in der Vorauswahl. Auch die Gemeinden in deren Umfeld haben sich gegen die Erkundungen juristisch gewehrt – bisher ohne Erfolg. An den Standorten haben inzwischen Erkundungsbohrungen begonnen.

Das tschechische Endlager für Atommüll soll bis 2050 errichtet werden. Die Entscheidung über den endgültigen Standort und einen Reserve-Standort soll bereits 2030 fallen. Mithilfe der aktuellen Bohrungen sollen die geologischen Verhältnisse genauer untersucht und damit die Grundlage für die Standortentscheidung geschaffen werden.

Für die betroffenen Gemeinden ist damit klar: Der Streit um das geplante Atomendlager ist noch lange nicht beendet.

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Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Donnerstag, 8. Oktober 2026, 70.344 Artikel Online

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