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Trump in Davos: Angriff auf die EU und die Energiewende

22.01.2026

Greenpeace warnt vor fossiler Erpressung und fordert einen geschlossenen europäischen Klimakurs.

TrumpWindrad.jpg
Trump bläst Windrad ins Gesicht © Greenpeace Deutschland

Davos  – Mit einer scharf formulierten Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Donald Trump eine neue Phase der transatlantischen Beziehungen eingeläutet. Trump stellte seine „America-First“-Politik erneut ins Zentrum, attackierte die Europäische Union und erklärte fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle zur Grundlage seiner wirtschaftspolitischen Vision. Umweltorganisationen reagieren alarmiert: Greenpeace warnt vor politischer Erpressung Europas und einem massiven Rückschritt für den globalen Klimaschutz.
 

Trump setzt auf fossile Energie und Druck auf Europa 

In seiner Davos-Rede machte Donald Trump deutlich, dass er internationale Kooperation zunehmend durch bilaterale Machtpolitik ersetzen will. Er lobte neue Energie-Deals rund um Öl und Gas – auch mit europäischen Staaten – und stellte die europäische Energie- und Klimapolitik offen infrage. Erneuerbare Energien bezeichnete Trump indirekt als wirtschaftlich ineffizient und warnte vor angeblichen Wohlstandsverlusten durch Klimaschutzmaßnahmen.

Besonders brisant waren Trumps Aussagen zur strategischen Bedeutung Grönlands. Zwar erklärte er, keine militärischen Schritte zu planen, ließ jedoch erkennen, dass Länder, die seinen Plänen im Weg stehen, mit politischem und wirtschaftlichem Druck rechnen müssten. Beobachter:innen werten dies als klare Drohkulisse gegenüber der EU.
 

Greenpeace: Kampfansage an die Energiewende 

Für Greenpeace ist die Rede eine deutliche Kampfansage an die Energiewende und den europäischen Klimakurs. Die Organisation sieht in Trumps Auftritt einen weiteren Beleg dafür, dass die USA unter seiner Führung fossile Abhängigkeiten ausbauen und geopolitisch nutzen wollen.

„Donald Trump hat sich mit seiner Rede in Davos von einer auf Kooperation setzenden Politik endgültig verabschiedet“, erklärt Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland. „Dass er nicht militärisch in Grönland einmarschieren will, ist nur ein schwacher Trost angesichts der offenen Drohungen an jedes einzelne Land, das sich seinem Plan in den Weg stellen will.“
 

EU muss geschlossen auftreten und Klimakurs verteidigen 

Greenpeace fordert die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf, geschlossen auf Trumps Vorstoß zu reagieren. Statt sich auf neue fossile Abhängigkeiten einzulassen, müsse Europa seine Energiepolitik konsequent auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Unabhängigkeit ausrichten.

„Nach Trumps Lobrede für Öl, Gas und Kohle muss für die EU jetzt klar sein, dass sie sich durch erneuerbare Energien schnellstmöglich von Importen aus Russland und den USA unabhängig machen muss“, so Kaiser weiter. Nur ein gemeinsamer europäischer Kurs könne verhindern, dass Klimaschutz und Energiesicherheit geopolitisch erpressbar werden.
 

Davos 2026 als Wendepunkt für Europas Energiepolitik? 

Die Rede in Davos könnte sich als Wendepunkt erweisen: Entweder Europa reagiert mit einem Rückzug in nationale Einzelinteressen – oder mit mehr Zusammenarbeit, ambitionierter Klimapolitik und einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien. Für Greenpeace ist klar: Ein Einknicken vor Trumps fossiler Agenda würde nicht nur den europäischen Green Deal schwächen, sondern auch die globalen Klimaziele in weite Ferne rücken.

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22.01.2026
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Trump bläst Windrad ins Gesicht © Greenpeace Deutschland