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 Trockenheit: Land- und Forstwirtschaft steht unter massivem Druck

07.05.2026

Maßnahmen zum Schutz unserer Wasserressourcen werden mit höchster Priorität umgesetzt

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© klimkin auf Pixabay
Wien - Der April 2026 war in Österreich sehr niederschlagsarm. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Die hydrologische Situation war entsprechend durch geringe Abflüsse und verbreitet niedrige Grundwasserstände geprägt. Details dazu finden sich im aktuellen Monatsbericht „Wasserhaushalt Österreich“.


Umweltminister Norbert Totschnig: „Der April reiht sich in eine Phase mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen ein. Entsprechend zeigen sich derzeit niedrige Abflüsse und Grundwasserstände. Für die weitere Entwicklung wird entscheidend sein, ob sich in den kommenden Wochen wieder längere Niederschlagsphasen einstellen. Das BMLUK setzt zahlreiche Maßnahmen, wie sie auch im Trinkwassersicherungsplan vorgesehen sind, um die Versorgungssicherheit auf hohem Niveau zu gewährleisten und die Krisenvorsorge laufend zu verbessern. Die hohen Investitionen in die österreichische Wasserinfrastruktur bilden dafür die nötige Voraussetzung und wir werden auch in Zukunft kontinuierlich weiter investieren.“



Wichtige Maßnahmen zur Absicherung des Wasserhaushalts


Österreich ist bei der Wasserversorgung gut aufgestellt. Eine flächendeckende Wasserknappheit ist derzeit nicht zu erwarten. Gleichzeitig zeigt sich, dass es regional und zeitlich zu Engpässen kommen kann. Entscheidend ist daher, die Versorgungssicherheit durch Vorsorge und einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser langfristig abzusichern. Mit dem Trinkwassersicherungsplan verfügt Österreich über einen gut durchdachten Plan, welche Maßnahmen im Ernstfall wichtig sind und wie die Behörden bei Wasserknappheit zusammenarbeiten. Gleichzeitig muss die Wasserinfrastruktur gut abgesichert und weiter ausgebaut werden. Allein im Jahr 2025 wurden Investitionen von rund 898 Mio. Euro in der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ausgelöst. Dabei wurden unter anderem 330 km Wasserleitungen neu errichtet und 376 km Wasserleitungen saniert. Für 2026 wurden bereits erste neue Genehmigungen für über 900 Wasserprojekte zugesichert. Gleichzeitig ist der bewusste Umgang mit der Ressource Wasser ein wichtiges Thema. Das BMLUK hat zum sorgsamen Umgang mit Wasser viele Informationsangebote auf den Wasserplattformen Wasseraktiv.at und genblue.at.


Maßnahmen in der Landwirtschaft


Anhaltende Trockenperioden sowie häufigere Extremwetterereignisse stellen vor allem die Landwirtschaft vor zunehmende Herausforderungen. Wirksame Maßnahmen sind erforderlich, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Betriebe nachhaltig abzusichern. Das Bundesministerium setzt daher im Rahmen des GAP-Strategieplans gezielt Schwerpunkte, um die Resilienz der landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken und eine nachhaltige Produktion langfristig sicherzustellen.


Totschnig: „Zentrale Bausteine sind dabei Investitionen in die betriebliche und überbetriebliche Bewässerung, wobei unter anderem Investitionskosten in die Bewässerung, Wasserspeicherung, -rückhaltung und -aufbereitung gefördert werden.
Zudem leistet das Agrarumweltprogramm ÖPUL einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Grund- und Oberflächengewässerqualität. Im Fokus des Agrarumweltprogramms stehen Maßnahmen zum Humusaufbau, zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sowie zum Schutz vor Erosion und Trockenheit“.


Temperatur und Niederschlag


Die durchschnittliche Lufttemperatur lag im April mit knapp 8 °C um +1,3 °C über dem Mittel der Klimanormalperiode 1991–2020. Gleichzeitig fiel im Österreichmittel mit rund 24 mm nur etwa ein Drittel des langjährigen mittleren Monatsniederschlags. Niederschlagsdefizite wurden in allen Bundesländern verzeichnet.

Auch im Dreimonatsmittel (Februar bis April) zeigt sich mit einem Defizit von rund 32 % eine unterdurchschnittliche Niederschlagssituation.
In den höheren Lagen blieben die Schneemengen weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt, wodurch auch in den kommenden Wochen mit einem geringeren Beitrag der Schneeschmelze zur Abflussbildung und Grundwasserneubildung zu rechnen ist.

Oberflächengewässer


Die geringen Niederschläge führten zu verbreitet niedrigen Abflüssen. An rund 75 % der Pegelmessstellen lagen die Werte im niedrigen bis sehr niedrigen Bereich. Hochwasserereignisse wurden nicht beobachtet.

Grundwasser


Im April nahm der Anteil der Messstellen mit niedrigen Grundwasserständen weiter zu – von rund 65 % Ende März auf knapp über 70 % Ende April.


Ausblick


Die vergangenen Monate waren durch wiederkehrende Niederschlagsdefizite geprägt, wodurch sich Boden- und Grundwasserspeicher schrittweise verringert haben.
Laut aktuellen Prognosen der GeoSphere Austria sind in den kommenden Wochen zwar wiederholt Niederschläge zu erwarten, eine länger anhaltende, ergiebige Niederschlagsphase ist derzeit jedoch nicht absehbar.
Eine kurzfristige, spürbare Änderung der Grundwassersituation ist daher derzeit nicht zu erwarten.
 

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