Trockenheit bremst Wasserkraft, aber Wind und Sonne gleichen Ausfälle fast aus
Die Stromproduktion aus Laufwasserkraft fiel auf den niedrigsten Mai-Wert der vergangenen 25 Jahre. Gleichzeitig sorgten Windkraft und Photovoltaik jedoch für kräftige Zuwächse und konnten den Rückgang weitgehend ausgleichen.
Wie die Austrian Power Grid (APG) mitteilt, lag die Stromerzeugung aus Wasserkraft rund 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dagegen stieg die Einspeisung aus Photovoltaik um rund 55 Prozent und aus Windkraft um etwa 31 Prozent. Insgesamt sank die erneuerbare Stromerzeugung dadurch lediglich um 2,5 Prozent.
APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner sieht darin einen Beleg für die Bedeutung eines breiten Energiemixes. Die Entwicklung zeige, wie wichtig der koordinierte Ausbau von Wind- und Solarenergie, Stromnetzen und Speichern sei, um wetterbedingte Schwankungen auszugleichen und die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.
Trotz der schwachen Wasserkrafterzeugung musste Österreich im Mai nur geringe Strommengen importieren. Gleichzeitig blieb der Aufwand für Netzstabilisierungsmaßnahmen (Redispatch) auf hohem Niveau. Die APG begrüßt daher das kürzlich beschlossene Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG), das Genehmigungsverfahren vereinfachen und den Ausbau der Strominfrastruktur beschleunigen soll.