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Traktoren fahren direkt mit Pflanzenöl

20.05.2006

Unverarbeitetes Öl im Tank

Heimische Felder kommen aber auch direkt in den Treibstofftank bei den landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Mit dem OÖ. Pflanzenölprogramm wird jetzt ein flächendeckendes Angebot an technisch sehr einfachen Ölpressen umgesetzt. 1.600 Bauern haben sich in 11 Pflanzenölgemeinschaften zusammengeschlossen.
In Vollproduktion können aus 4.500 Hektar Fläche die Ölfrüchte (speziell Raps, Sonnenblume, aber auch alle ölhältigen Pflanzen) verpresst werden. Daraus entstehen 4,5 Millionen Liter Pflanzenöl und 9 Millionen Kilogramm Futterkuchen für die Rinderfütterung. Die Gesamtinvestitionskosten für die Pflanzenölprojekte summieren sich auf 1,6 Millionen Euro. Das Land Oberösterreich begleitet die Pflanzenölbauern und übernimmt ein Drittel der Pionier–Investitionen. "Oberösterreich will damit einen weiteren kräftigen Impuls als europäische Energie–Pionierregion setzen", sagt Agrarlandesrat Stockinger.

OÖ. Pflanzenölprogramm

Zur Zeit wird das OÖ. Pflanzenölprogramm für den Treibstoffeigenbedarf der landwirtschaftlichen Fahrzeuge Schritt für Schritt umgesetzt. Kalt gepresstes Pflanzenöl ist die Treibstoffgrundlage für die Traktore, dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Ohne Motorumrüstung kann Pflanzenöl dem Diesel im Traktortank beigemengt werden (15 % – 50 %, je nach Motorentechnik).
2. Wird der Dieselmotor ausschließlich mit Pflanzenöl betrieben, so ist zuvor eine Umrüstung mit Kosten von 3.000 – 5.000 Euro notwendig. Diese Investition rechnet sich bei gut ausgelasteten Maschinen mit 500 Betriebsstunden jährlich auf jeden Fall. Das zeigen die zahlreichen Praxisversuche der Maschinenringe.
Mit 11 Pflanzenölgemeinschaften gibt es für Oberösterreichs Landwirtschaft ein flächendeckendes Angebot bei Alternativ–Treibstoff
Die 8 größten Pflanzenölgemeinschaften in Oberösterreich:
Mühl4telöl 640 Bauern
Hausrucköl 200 Bauern
Gmundner Pflanzenöl 180 Bauern
Pramtalöl 130 Bauern
Aspachöl 120 Bauern
Riedöl 100 Bauern
Innöl 90 Bauern
Pflanzenöl Wels 90 Bauern
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Aussendung und weitere Infos: Land OÖ
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20.05.2006 | Autor*in: pawek
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