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Tourismus mit positiver Energie

16.08.2010

Null–Energie–Bilanz Hotel in Wien ist Vorbild für heimische Tourismusentwicklungen

© Boutiquehotel Stadthalle
© Boutiquehotel Stadthalle
Im November 2009 hat das weltweit erste Null–Energie–Bilanz Hotel der Welt im innerstädtischen Bereich in Wien eröffnet. Seit dem gilt die Eigentümerin und Direktorin Michaela Reitterer als Vorreiterin ökologischer Tourismusprojekte im städtischen Raum, denn sie erzeugt jene Energie, die ihr Hotel verbraucht, selbst.
Staatssekretärin Christine Marek spricht von einem „Meilenstein im heimischen Tourismus„, denn Reitterer zeige, dass ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg einander keineswegs ausschließen. Ganz im Gegenteil: bereits nach sieben Monaten sprechen eine sehr gute Auslastung sowie viele neue Stammkunden des Boutiquehotels Stadthalle eine deutliche Sprache. „Immer mehr Menschen achten darauf, was hinter dem Produkt steht, welches sie kaufen. Dasselbe Denken hat auch im Tourismus eingesetzt: die Menschen wollen Urlaub machen und dabei etwas Gutes tun. Mit einem guten Gewissen schläft man außerdem besser„, so Reitterer. Begleitet wurde das vorbildhafte Hotelprojekt von großer, auch internationaler, Aufmerksamkeit sowie zahlreichen Preisen und Auszeichnungen.
„Initiativen wie jene von Frau Reitterer bringen frischen Wind in den heimischen Tourismus. Sie unterstreichen Österreichs Position als touristisches Vorzeigeland und sind wichtige Impulsgeber für diesen wichtigen Wirtschaftszweig„, so Staatssekretärin Christine Marek.„Wir brauchen mehr solcher Vorzeigeprojekte für Wien!„.

Öko–Konzept ist auch ein Wettbewerbsvorteil

Das Konzept des Boutiquehotels ist einzigartig im urbanen Raum. Michaela Reitterer betreibt mit ihrem 82–Zimmer–Hotel Klima– und Umweltschutz bis zur letzten Konsequenz. Neben der thermischen Solaranlage, einer Photovoltaikanlage und der Nutzung des Regenwassers sollen auch erstmals Windrädern im urbanen Raum Verwendung für die Energieerzeugung finden.
www.hotelstadthalle.at

Die Highlights im Boutiquehotel Stadthalle

1. Zubau ab 2009 mit 38 Zimmer – gesamt 82 Zimmer
Die bestehenden Systeme werden bestmöglich über die neu zu konzipierte Zentrale Leittechnik in die neue Anlage eingebunden.
2. Passivhaushülle
vom 1. OG. bis ins DG. mit einem Heizwärmebedarf von 9kWh/m„.
3. Wasser / Wasser / Wärmepumpe
betrieben mit Grundwasser aus eigenem Brunnen.
4. Beheizung und Kühlung
mittels Betonkernaktivierung auf Niedertemperaturbasis, Kühlwasser ist ebenfalls das Brunnenwasser.
5. Wohnraumlüftung
mit Wärmerückgewinnung ist größer gleich 90 % und eine Frischluftvorwärmung
durch die Solaranlage.
6. Zentrale Leittechnik
mit eigenem Programmfeature zur erhöhten Energiebilanz.
7. 160 m„ thermische Solaranlage
zur Warmwassererzeugung und Beheizung. Erhöhter Solargewinn durch Ausnutzung der Temperaturbereiche zwischen 1 und 25°C für die Frischluftvorwärmung.
8. Photovoltaikanlage
mit ca. 84 m„ teilweise am Flachdach aufgeständert und an der Fassade montiert.
9. 4 Stück Windräder
neuartig konzipiert, leise mit einem höheren Wirkungsgrad, am Flachdach aufgestellt: 4 x 5 kW.
(noch nicht errichtet aufgrund von laufenden Genehmigungsverfahren.)
10. Regenwasser (Grauwasser) Nutzung
für die Grünoase im Innengarten, das bekannte Lavendeldach und in aufbereiteter Form für die WC–Spülungen.
11. Zwei Strom–Tankstellenplätze
für jene Hotel–Gäste, die mit einem strombetriebenen Auto anreisen oder ein solches für ihren Aufenthalt mieten.
12. Komplette LED–Ausstattung
des Hotelzubaus. Sämtliche Beleuchtung wird mittels LED– oder Energiesparlampen erzeugt.
13. Sechs Elektro–Scooter
stehen allen Gästen zur Verfügung, um die Stadt schadstoffarm zu erkunden.
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16.08.2010 | Autor*in: holler
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