Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

Todsichere AKWs?

16.07.2026

Neuausrichtung bei Strahlenschutz in den USA – Bald auch bei uns?

peggy marco-atomkraft.jpg
© Peggy_Marco pixabay.com
Gerne schmückt sich die Atomlobby auch mit dem Attribut Sicherheit. Was davon zu halten ist, wurde    bei Katastrophen wie eben Fukushima oder Tschernobyl bereits deutlich vor Augen geführt und einige Male stand es,  auch in Europa, auf der Kippe.

 

„AKWs sind zweifelsfrei sicherer geworden, ausschließen lässt sich ein schwerer Unfall trotzdem weiterhin nicht“, meint Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee. 
AKWs sind an sich schon extrem teuer, Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen erhöhen die Kosten nochmals signifikant. Was liegt, zumindest nach der Logik der Atomlobby in den USA, also näher, als genau da den Sparstift anzusetzen? Die Regeln in den USA gelten nicht als die strengsten, es gibt darüber hinaus aber das ALARA-Prinzip, wodurch die von einem Reaktor abgegebene Strahlung für das Personal wie auch die umliegende Bevölkerung so niedrig wie möglich ausfallen soll. – Ein Optimierungsgebot, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte!
 

Genau das soll nun, um Genehmigungsverfahren abzukürzen sowie den Bau und den Betrieb von AKWs zu verbilligen, gestrichen werden. Dass, wie durch Studien belegt, rund um Atomanlagen die Sterblichkeit an Krebserkrankungen höher ist als anderswo, ist wahrscheinlich nur ein dummer Zufall. Die kontrolliert abgegebenen radioaktiven Stoffe wie Tritium, Cäsium oder Radon liegen im Normalfall schließlich überall unter den festgelegten Grenzwerten.
 

Der Haken ist, dass Grenzwerte eben „festgelegt“ und bei Bedarf auch angepasst werden können. „Genaue Werte, ab wann Strahlung schädlich ist, gibt es hingegen nicht. Es gilt einfach: Je mehr davon, desto höher ist das Risiko zu erkranken“ hält Gerold Wagner fest.
 

Angeregt durch neue Erkenntnisse oder auch Störfälle haben sich im Lauf der Jahrzehnte die Sicherheitsmaßnahmen nach oben geschraubt, nun soll es offensichtlich – vorwiegend aus Kostengründen – wieder in die andere Richtung gehen und man nimmt dafür anscheinend gerne mehr Risiken auf sich. Es zeigt, wie verzweifelt die Atomindustrie sein muss. Trotz aller Ambitionen wird in den USA, im Land mit den meisten AKWs weltweit und einem Atomstromanteil von knapp 20 %, aktuell kein neues AKW gebaut.
 

Bei diversen SMR-Konzepten sind neben der Kühlung auch die Sicherheitseinrichtungen kompakt zusammengefasst. Das Anti Atom Komitee befürchtet, dass mit einer sogenannten „Neubewertung“ des Strahlenschutzes auch schon potenziell riskantere Reaktor-Designs durchgewunken werden könnten.

 

ALARA = As Low As Reasonably Achievable


Quelle: Anti Atom Komitee

Verwandte Artikel

  • Hitze setzt Atomkraft zu: Ungarn muss Kernkraftwerk Paks vom Netz nehmen
  • Gefährliche Laufzeitverlängerung auf 80 Jahre in Temelin
  • Der Ausbau von Dukovany – Eine abenteuerliche Finanzierung!
  • V I D E O von der Podiumsdiskussion: 40 Jahre AKW-Super-GAU in Tschernobyl
  • USA: Nationale Analyse zeigt tausende Todesfälle rund um AKW
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
16.07.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Studie: Rückwärtsfahrt der US-Klimapolitik kostet fast 470.000 Arbeitsplätze und Milliardeninvestitionen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

5,9 Milliarden Wassertiere pro Jahr: Die unsichtbaren Opfer der Atomkraft in Frankreich

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 12. August 2026, 69.893 Artikel Online

Weitere Themen

  • Wenn das Wasser fehlt: Europas Atomkraftwerke geraten durch die Dürre unter Druck
  • Amazons Rechenzentrum in Texas könnte zum größten Klimasünder der USA werden
  • Nobelpreisträger fordern die Abrüstung von Atomwaffen und warnen vor KI
  • 80-Millionen-Euro-Projekt: Güssing baut größte erneuerbare Energieinfrastruktur im Südburgenland
  • Hitzeschock für Ungarn  verschärft die Energiekrise 
  • Kernbrennstoff aus Lingen: Deutschland genehmigt Produktion mit russischer Rosatom-Technologie
  • Uruguay setzt auf Energie von unten: Gemeinden werden zu Motoren der Energiewende
  • Hitze setzt Atomkraft zu: Ungarn muss Kernkraftwerk Paks vom Netz nehmen
  • China überschreitet grüne Schallmauer: Erneuerbare liefern  mehr als 40 Prozent des Stroms
  • Countdown bis 2030: Burgenland Energie startet Podcast zur Energieunabhängigkeit
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.296 Artikel | Seite 1 von 1.330

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
peggy marco-atomkraft.jpg

© Peggy_Marco pixabay.com