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Tischlerei-Areal in Melk wird klimaneutrales Vorzeigequartier

14.12.2025

Leuchtturmprojekt ist nach den Prinzipien des New European Bauhaus (NEB) gestaltet

Nachhaltigkeit  .jpg
© CorsadoArt
Getischlert wird in der „Tischlerei Melk“ schon länger nicht mehr – gebaut dafür umso mehr: Konkret am weltweit ersten New-European-Bauhaus-Quartier im ländlichen Raum. Das ehemalige Tischlerei-Gelände wird derzeit umfassend revitalisiert und im Rahmen des Programms „Leuchttürme der Wärmewende 2024“ vom Klima- und Energiefonds mit 4,2 Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des Umwelt- und Klimaministeriums(BMLUK) und des Innovations- und Infrastrukturministeriums (BMIMI), gefördert. Das Förderprojekt soll als klimaneutrales und skalierbares Vorzeigequartier, das sich an den Grundprinzipien des New European Bauhaus (NEB) orientiert, neue Maßstäbe in der nachhaltigen Stadtentwicklung im ländlichen Raum setzen. Derzeit ist die Tischlerei Melk Gastgeber des New European Bauhaus (NEB)-Symposiums „Transformation hat Bestand“.

Das Quartier in Melk soll eines der weltweit ersten New-European-Bauhaus-Quartiere im ländlichen Raum werden. Es wurde bereits mehrfach ausgezeichnet (klimaaktiv, NEB-Compass, NEBKrit) und punktet mit zahlreichen innovativen Umsetzungen: eine energieeffiziente Wärmeversorgung, ein neu entwickeltes Dreifach-Wärmepumpensystem, ein flexibles Energiemanagement für Strom und Wärme und umfassende ökologische Optimierungen wie Wasserspeicherung, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Verbesserung des Mikroklimas. Das Projekt verbindet so hochwertigen Wohn- und Lebensraum mit Büroflächen, Gastronomie sowie Kunst- und Kulturräumen. Außerdem orientiert es sich an den drei Grundwerten der Initiative Neues Europäisches Bauhaus (NEB): Ästhetik, Nachhaltigkeit und Inklusion. Tischlerei-Eigentümer und Projektinitiator Lukas Fürst: „Wir transformieren eine alte Tischlerei in ein neues vorbildhaftes Stadtquartier. So gestalten wir gemeinsam ein klimaneutrales Quartier und somit eine lebendige Zukunft des ländlichen Raums.“
 

Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig: „Bei der Umsetzung des New European Bauhaus sind wir ein zentraler Partner und damit auch ein aktiver Umsetzer des European Green Deal. Das Projekt in Melk zeigt als erstes NEB-Quartier im ländlichen Raum, wie auch ländliche Regionen zu Vorreitern in Sachen Nachhaltigkeit werden können.“

Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke: „Der Gebäudesektor ist einer der größten Hebel für Klimaschutz und Ressourcenschonung. Mit nationalen Initiativen wie den Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt fördern wir gezielt Forschung und Umsetzung in Österreich. Gleichzeitig bringt das Neue Europäische Bauhaus auf EU-Ebene Nachhaltigkeit, Baukultur und soziale Verantwortung zusammen. Beide Initiativen greifen ineinander und zeigen, wie Europa und Österreich gemeinsam Zukunft gestalten.“
 

Klima- und Energiefonds begleitet Leuchtturmprojekt umfassend

 

Der Klima- und Energiefonds begleitet das Projekt seit der Konzeptphase. Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung derartig großer Projekte ist ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept, das im Rahmen der „Green Finance“-Initiative des Fonds gefördert wurde. Hier zeigten die Initiatoren, dass Immobilienentwicklung über mehrere Generationen hinweg und mit Blick auf die Zukunft funktionieren kann.
 

Auf Basis dieses Konzeptes wurde das Projekt dann im Rahmen des Forschungsprogrammes „TIKS – Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ weiterentwickelt. Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Bernd Vogl: „Wir fördern Projekte, die zur Klimaneutralität und zur Klimawandelanpassung beitragen und auch baukulturell ansprechend und wertvoll sind. Was beim Projekt ‚Tischlerei Melk‘ deutlich wird, ist, dass die Kombination von Umsetzungsprojekt und Forschungsbegleitung erfolgreich funktioniert und dabei hilft, innovative Technologien in die Breite zu bringen und Österreich international sichtbar zu machen.“
 

Die Grundideen des NEB sind seit Jahren in den Stadt- und Regionalförderprogrammen des Klima- und Energiefonds verankert. Sie fördern eine nachhaltige und sozial gerechte (Weiter-)Entwicklung von Gebäuden und Quartieren, stärken die lokale Baukultur, schonen Ressourcen, bringen Forschung in die Praxis und schaffen Lernumgebungen.

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