Tiefengeothermie in Aspern liefert mehr Wärme als erwartet
Bei den Fördertests wurde rund 104 Grad heißes Formationswasser aus etwa 3.000 Metern Tiefe gewonnen – vier Grad mehr als prognostiziert. Auch die gemessene Fördermenge fiel höher aus als erwartet. Die thermische Leistung könnte dadurch auf rund 25 Megawatt steigen.
Die Pilotanlage gilt als wichtiger Baustein für die Wärmewende in Wien. Langfristig wollen OMV und Wien Energie bis zu sieben Tiefengeothermie-Anlagen errichten, die zusammen Wärme für rund 200.000 Haushalte liefern könnten. Bis 2040 soll etwa ein Viertel der Wiener Fernwärme aus Tiefengeothermie stammen.
Der Bau der Oberflächenanlage soll 2027 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt rund 90 Millionen Euro.