The smarter E Europe 2026: Erneuerbare Energien setzen das Signal der Zukunft
In den 19 Messehallen und auf dem Freigelände präsentierten Unternehmen Lösungen für ein Energiesystem, das zunehmend elektrisch, dezentral und digital organisiert ist. Gezeigt wurden unter anderem virtuelle Kraftwerke, intelligente Stromnetze, Batteriespeicher, Photovoltaik-Hybridanlagen, smarte Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und digitale Plattformen zur Steuerung von Energieflüssen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Sonderschau „Renewables 24/7 – Secure Energy for a Changing World“, die veranschaulichte, wie eine Energieversorgung rund um die Uhr auf Basis erneuerbarer Energien funktionieren kann. Dabei wurde deutlich, dass Flexibilität künftig eine zentrale Rolle spielt: Strom muss gespeichert, intelligent verteilt und dann genutzt werden, wenn er besonders günstig und nachhaltig erzeugt wird.
Auch Elektroautos wurden dabei als wichtiger Baustein des Energiesystems präsentiert. Perspektivisch könnten sie durch bidirektionales Laden nicht nur Strom verbrauchen, sondern auch als mobile Speicher zur Stabilisierung des Netzes beitragen.
Die Veranstalter betonten mehrfach, dass erneuerbare Energien inzwischen nicht nur aus klimapolitischer Sicht, sondern auch wirtschaftlich die attraktivere Option darstellen. Bereits heute stammen in Deutschland rund 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen, während für den Import fossiler Energieträger jährlich rund 80 Milliarden Euro ausgegeben werden. Gleichzeitig hätten die vergangenen geopolitischen Krisen gezeigt, wie stark fossile Energieimporte Staaten wirtschaftlich und politisch abhängig machen können.
Der Energieexperte Dr. Tim Meyer sprach von einer weltweiten Umwälzung des Energiesystems. Wer die Chancen der Energiewende nicht nutze, riskiere langfristig Wettbewerbsnachteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Neben den technischen Innovationen standen auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende im Mittelpunkt. In einer Diskussionsrunde wurde deutlich gemacht, dass erneuerbare Energien nicht nur Emissionen reduzieren, sondern auch Wohlstand und Beschäftigung schaffen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft verwiesen darauf, dass die Branche allein in Deutschland bereits rund 440.000 Arbeitsplätze sichert.
Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Barbie Haller von der Bundesnetzagentur.
Bereits vor Messebeginn hatten mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf vier Fachkonferenzen aktuelle Entwicklungen der Energiebranche diskutiert. Insgesamt bestätigte die Veranstaltung ihren Anspruch als wichtigste europäische Plattform für den Austausch über die Energieversorgung der Zukunft.
Die nächste The smarter E Europe findet vom 8. bis 10. Juni 2027 erneut auf dem Münchner Messegelände statt.