"Superzelle" über Tschechien
Nicht nur dass es in Spitzbergen seit Wochen 13 Grad Celsius über den Normalwerten hat, treten in letzer Zeit sehr seltene Wetterphänomene auf. Wie der ORF am Dienstag miteilte trat in Tschechien während des Unwettertages eine für Europa außergewöhnliche meteorologische Struktur auf: eine so genannte Superzelle mit ausgeprägter Rotation. Durch diese Rotation entstand ein "Auge", wie es etwa auch bei Hurrikans auftritt, berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
Von "Zellen" sprechen Meteorologen, wenn sie aufsteigende Luftvolumina in der Atmosphäre beobachten, erklärt Andreas Wirth vom ZAMG gegenüber science.ORF.at: Diese können unter Umständen Gewitter auslösen, tun dies aber nicht notwendigerweise. Physikalisch gesehen handle es sich dabei um ein Konvektionsphänomen.
"Superzellen sind hingegen mehrere Zellen, die sich zusammenschließen", so Wirth: "Diese rotieren durch die so genannte Corioliskraft, die Rotation ist aber ganz selten so schön beobachtbar, wie bei der Superzelle am Dienstag, den 26.6.2006, über Tschechien" (siehe Bild).
Die Superzelle lasse zwar oberflächliche Ähnlichkeiten mit einem Hurrikan erkennen, aus meteorologischer Sicht seien beide Phänomene aber nicht wirklich vergleichbar, betont Wirth:
"Superzellen verhalten sich zu Hurrikans in etwa wie Mäuse zu Löwen. Beide haben Ähnlichkeiten – etwa vier Beine, Fell und Schwanz – aber im Detail gibt es hunderte Unterschiede. Und vor allem: Sie bewegen sich in ganz anderen Größen–Dimensionen."
Quelle: Klimabündnis Kärnten
Von "Zellen" sprechen Meteorologen, wenn sie aufsteigende Luftvolumina in der Atmosphäre beobachten, erklärt Andreas Wirth vom ZAMG gegenüber science.ORF.at: Diese können unter Umständen Gewitter auslösen, tun dies aber nicht notwendigerweise. Physikalisch gesehen handle es sich dabei um ein Konvektionsphänomen.
"Superzellen sind hingegen mehrere Zellen, die sich zusammenschließen", so Wirth: "Diese rotieren durch die so genannte Corioliskraft, die Rotation ist aber ganz selten so schön beobachtbar, wie bei der Superzelle am Dienstag, den 26.6.2006, über Tschechien" (siehe Bild).
Die Superzelle lasse zwar oberflächliche Ähnlichkeiten mit einem Hurrikan erkennen, aus meteorologischer Sicht seien beide Phänomene aber nicht wirklich vergleichbar, betont Wirth:
"Superzellen verhalten sich zu Hurrikans in etwa wie Mäuse zu Löwen. Beide haben Ähnlichkeiten – etwa vier Beine, Fell und Schwanz – aber im Detail gibt es hunderte Unterschiede. Und vor allem: Sie bewegen sich in ganz anderen Größen–Dimensionen."
Quelle: Klimabündnis Kärnten
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