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STUDIEN: Adria erwärmt sich viel zu schnell und Golfstrom kippt

01.09.2025

Die Logik wüsste exakt, wie darauf zu reagieren wäre

World Logic Day.jpg
© Jean-Yves Beziau
Die Daten der ersten Studie, die in der südadriatischen Grube gesammelt wurden (1.000 m Tiefe), weisen eine Erwärmung in den letzten zehn Jahren um 0,8 °C aus. Der Salzgehalt ist zudem um 0,2 VAE (Praktische Salinity Units) gestiegen, berichtet das Kroatische Institut Ru'er Bockovic (RBI).
Mit Nachdruck weisen die Experten darauf hin, dass sich der Trend enorm beschleunigt: Die Tiefwassererwärmungsraten lagen einst bei etwa 0,2 °C pro Jahrhundert, aber zwischen 2012 und 2024 sprangen sie auf 0,8 °C pro Jahrzehnt. 


„Die Natur warnt uns, dass etwas Bedeutendes passiert“,
sagt die Mitautorin der Studie,  Dr. Dr. Ivica Vilibic,  und fügt hinzu, dass es die Aufgabe der Wissenschaftler ist, diese Prozesse zu verstehen und der Gesellschaft zu helfen, sich auf Veränderungen vorzubereiten. 

Die Adria ist ein natürlicher „Thermostat“ für das gesamte Mittelmeer: Im Winter fließt kaltes, dichtes Wasser auf dem Meeresboden in die flache Nordadria und dann zurück durch die Straße von Otranto ins tiefe Mittelmeer. Dies sorgt für Stabilität und Sauerstoffversorgung in den Tiefen des Mittelmeers.
 Die Veränderungen wirken sich bereits auf die Artenvielfalt in tiefen, kalten Gewässern aus. Im Gegensatz zu Landtieren, die mit dem Klima wandern können, tun das Tiefseearten nämlich nicht.


Die zweite Studie untersuchte den Golfstrom im Atlantik, genannt AMOC. Ob er weitestgehend zum Stillstand kommt oder einen neuen, abgeschwächten Gleichgewichtszustand findet, ist ungewiss. Aber schon eine deutliche Abschwächung des Stroms hätte gravierende klimatische Auswirkungen. Und genau diese Abschwächungen wurden und werden beobachtet, und zwar im signifikanten Ausmaß.
Teile Europas und die Ostküste Nordamerikas werden in wenigen Jahren rapide abkühlen. Die Vegetationszeit verkürzt sich, landwirtschaftliche Erträge brechen ein. 


FAZIT: 


Die Wissenschaft warnt uns (Studien-Links unten). Wir können nicht mehr sagen, wir haben es nicht gewusst, sollte das Klima kippen.
Die Natur lässt uns mit Extremwetterereignissen spüren, dass sich deutliche Veränderungen häufen und intensiver werden. 
Gerade die Meere, die rund 70 % der Erdoberfläche bedecken, beeinflussen alles Leben auf unserem Planeten.
Wir sitzen vor den Bildschirmen und die Unwetterberichte beklemmen uns. Eine Dauer-Besorgnis hat längst die Menschheit rund um den Globus erfasst. Jeder kann sich zusammenreimen, dass der Weg geradewegs in Richtung Apokalypse weist.


Die „Klimaleugner“ sagen, das alles ist nicht menschengemacht, sondern eine manipulative Verschwörung. Wenn sie Recht haben, sind die Temperaturanstiege natürliches Schicksal und dagegen anzukämpfen ist sinnlos. 
Eine andere „Klimaleugner“-Variante lautet: Der Temperaturmessungen seien falsch und/oder ihre Interpretationen unwissenschaftlich. Was unterstellt, dass zehn- oder hunderttausende Wissenschaftler fortwährend irren und/oder betrügen, was statistisch als hoch-unwahrscheinlich zu einzustufen ist. 
Wenn diese Variante stimmt, häufen sich Extremwettereignisse ohne tatsächlich Temperaturanstiege, also schicksalshaft (und unerklärbar?), und dagegen anzukämpfen ist sinnlos. 


Bleibt die unbequemste als die dritte Variante übrig: Der Klimawandel ist doch menschengemacht. Was zur Folge haben müsste, dass wir jetzt endlich mit der Klimarettung in die Gänge kommen. Das Gegenteil ist der Fall.


Die Logik würde folgendermaßen zusammenfassen:
Wenn nur eine von drei Varianten die Möglichkeit bietet, gegen ein drohendes Unheil anzukämpfen, sollte man kämpfen, um wenigstens die Drittel-Chance zu wahren, der Klimaapokalypse zu entrinnen. 
Aber Logik ist völlig out -  niemand will sie hören! Den Weg bestimmt, was laut ist, ob richtig oder wahrscheinlich zählt nicht mehr.
So muss - logischerweise - nur mehr ein Begriff der Wissenschaft korrigiert werden, nämlich auf „homo“; „sapiens, sapiens“ ist wegen erdrückender Gegenbeweise zu streichen.

Links

  • Bericht Balkan Green Energy News
  • EnvirnmentalResearchLetter
  • Dr. Fritz Binder-Krieglstein

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01.09.2025 | Autor*in: Fritz Binder-Krieglstein
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