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Studie: Vertrauen macht Unternehmen produktiver

16.05.2026

Great Place To Work® untersucht Österreichs beste Arbeitgeber – und zeigt, warum Leistung nicht durch Druck entsteht

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© StockSnap pixabay.com

Wien – In wirtschaftlich angespannten Zeiten setzen viele Unternehmen auf mehr Kontrolle, höhere Zielvorgaben und steigenden Leistungsdruck. Eine aktuelle Studie von Great Place To Work® kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis: Produktivität entsteht vor allem dort, wo Mitarbeitende Vertrauen, Sinn und Wertschätzung erleben.
 

Die Untersuchung „Best Workplaces™ Austria 2026“ basiert auf rund 1,7 Millionen Antworten von mehr als 40.000 Beschäftigten in Österreich und analysiert den Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Unternehmen mit hoher Vertrauenskultur sind deutlich produktiver als der Durchschnitt.
 

Vertrauen steigert Produktivität deutlich

 

Laut Studie erreichen Unternehmen mit einer ausgeprägten Vertrauenskultur einen Produktivitätswert von 83 Prozent. Durchschnittsunternehmen in Österreich kommen hingegen lediglich auf 55 Prozent.
 

Auch bei anderen Faktoren zeigen sich große Unterschiede. In den Top-Unternehmen geben:
 

  • 85 Prozent der Mitarbeitenden an, bereit zu sein, über das Erwartete hinauszugehen – im Durchschnitt sind es nur 56 Prozent.
  • 78 Prozent erleben ihre Arbeit als sinnstiftend – gegenüber 56 Prozent in durchschnittlichen Unternehmen.
  • 85 Prozent fühlen sich ausreichend anerkannt, während dieser Wert im Durchschnitt nur bei 52 Prozent liegt.


Besonders deutlich wird laut Studie der Unterschied bei der freiwilligen Leistungsbereitschaft. Während in durchschnittlichen Unternehmen nur etwa jede zweite Person zusätzlichen Einsatz zeigt, sind es bei den besten Arbeitgebern nahezu neun von zehn Mitarbeitenden.
 

Leistung lässt sich nicht erzwingen

 

Die Studienautor:innen sehen darin einen klaren Hinweis darauf, dass nachhaltige Produktivität nicht durch Druck entsteht, sondern durch eine Unternehmenskultur, in der Menschen sich ernst genommen fühlen.
 

Drei Faktoren seien dabei entscheidend:

  • Sinn: Mitarbeitende verstehen, warum ihre Arbeit wichtig ist.
  • Anerkennung: Leistungen werden sichtbar gemacht und wertgeschätzt.
  • Vertrauen: Beschäftigte fühlen sich eingebunden und respektiert.


Gerade in mittelgroßen Unternehmen zeigt sich besonders deutlich, dass Orientierung, Mitgestaltung und Wertschätzung wichtiger seien als Kontrolle.
 

„Produktivität ist das Ergebnis von Vertrauen“

 

„Unsere Daten zeigen eindeutig: Unternehmen, die auf Vertrauen setzen, sind nicht nur resilienter, sondern auch messbar produktiver“, erklärt Jörg Spreitzer, Managing Partner von Great Place To Work® Österreich.

Produktivität entstehe dort, „wo Mitarbeitende Sinn erleben, Anerkennung erfahren und sich einbringen können“.

Damit wird Unternehmenskultur zunehmend zu einem strategischen Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte und wirtschaftlichen Erfolg.
 

Kultur als Wettbewerbsvorteil

 

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen langfristig erfolgreicher sind, wenn sie Arbeitsplatzkultur aktiv gestalten. Vertrauen fördere nicht nur Motivation und Engagement, sondern wirke sich direkt auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aus.
 

Mitarbeitende würden dadurch stärker zu Mitgestalter:innen statt bloßen Ausführenden – ein Vorteil, der sich angesichts von Fachkräftemangel und zunehmendem Veränderungsdruck immer stärker bemerkbar mache.
 

Über die Studie

 

Die Studie „Best Workplaces™ Austria 2026“ basiert auf rund 1,7 Millionen Antworten aus Mitarbeitendenbefragungen und bildet die Erfahrungen von mehr als 40.000 Beschäftigten in Österreich ab.

Untersucht wurde, wie Vertrauen, Führung und Arbeitsplatzkultur den Unternehmenserfolg beeinflussen – und welche Faktoren Organisationen langfristig erfolgreich machen.
 

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