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Studie: Österreicher wollen weniger Öl- und Gasimporte

30.03.2026

Die Bevölkerung wünscht sich mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas – und setzt immer mehr auf Strom und erneuerbare Technologien.

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"Der Umstieg auf erneuerbare Energie und Technik ist ein wichtiger Baustein, um von weltpolitischen Entwicklungen unabhängiger zu werden." Thomas Mader, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Österreich © Stiebel Eltron

Linz – Steigende Preise für fossile Energien und geopolitische Unsicherheiten rücken den Heizungswechsel in den Fokus der österreichischen Haushalte. Der aktuelle „Energie-Trendmonitor Österreich 2026“ zeigt deutlich: Die Bevölkerung wünscht sich mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas – und setzt zunehmend auf Strom und erneuerbare Technologien.
 

Rund drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher halten die Abkehr von Öl- und Gasimporten für wichtig oder sehr wichtig. Gleichzeitig sprechen sich 71 Prozent dafür aus, Strom zur zentralen Energiequelle zu machen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 1.000 Personen hervor, die im Januar 2026 im Auftrag von Stiebel Eltron durchgeführt wurde.
 

Heizen als Schlüssel zur Energiewende 

Ein zentraler Hebel liegt im eigenen Zuhause: Rund 80 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte entfallen auf Raumheizung und Warmwasser. Entsprechend groß ist hier das Potenzial für Veränderungen. Knapp zwei Drittel der Befragten können sich vorstellen, auf eine Wärmepumpe umzusteigen – auch, um sich unabhängiger von fossilen Energieimporten zu machen.
 

Ein wichtiger Treiber ist die Erwartung steigender Kosten: 64 Prozent gehen davon aus, dass das Heizen mit Öl oder Gas künftig teurer wird.
 

Erneuerbare Energie im Aufwind 

„Die Preisanstiege für Rohöl und Erdgas infolge der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen zeigen einmal mehr, wie wichtig der Umstieg auf erneuerbare Energien ist“, sagt Thomas Mader, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Österreich. Mit der Wärmepumpe stehe eine ausgereifte Technologie zur Verfügung, die fossile Brennstoffe im Heizungskeller überflüssig machen könne.
 

Wärmepumpen nutzen Energie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und wandeln diese in Heizwärme um. Der dafür benötigte Strom stammt in Österreich bereits zu einem großen Teil aus erneuerbaren Quellen. In Kombination mit Photovoltaikanlagen können Haushalte ihren Energiebedarf sogar weitgehend selbst decken.
 

Förderpolitik als Bremsfaktor 

Trotz wachsender Zustimmung gibt es beim Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme noch Hürden. Laut Branchenverband „Wärmepumpe Austria“ ist die Zahl neu installierter Öl- und Gaskessel zuletzt wieder gestiegen. Ein wesentlicher Grund dafür war die zeitweise ausgesetzte Bundesförderung, die erst im November wieder aufgenommen wurde.

Mader sieht darin ein Problem: „Ein solches Stopp-and-Go bei der Förderung sollte sich nicht wiederholen.“ Der Umstieg auf erneuerbare Energien sei nicht nur entscheidend für mehr Unabhängigkeit von internationalen Krisen, sondern auch für das Erreichen der österreichischen Klimaziele.

Es zeigt sich klar: Die Bereitschaft für die Energiewende ist in der Bevölkerung vorhanden. Damit sie sich auch im Heizkeller durchsetzt, braucht es jedoch stabile Rahmenbedingungen – vor allem verlässliche Förderprogramme und klare politische Signale.

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30.03.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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