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Studie: Mehr als die Hälfte der europäischen Wälder Europas ist für klimabedingte Gefahren anfällig

01.03.2021

Laut einer GFS-Studie hat Klimawandel die Wälder Europas anfälliger für Gefahren wie Brände, Insektenausbrüche, Windwürfe oder eine Kombination dieser drei Faktoren gemacht.

© skitterphoto auf pexels / Wald
© skitterphoto auf pexels / Wald
Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) ist der Wissenschafts- und Wissensdienst der Europäischen Kommission. Vor kurzem wurden neueste Daten zur Gefährdung von europäischen Wäldern durch den Klimawandel veröffentlicht.
Mehr als 60% der Biomasse in diesen Wäldern sind den genannten Risiken ausgesetzt - insgesamt über 33 Milliarden Tonnen - und setzen damit die künftige Rolle der Wälder für die Holzversorgung oder die Kohlenstoffbindung einer wachsenden Unsicherheit aus.
Die Wissenschaftler verwendeten Modelle von 1979 bis 2018, maschinelles Lernen anhand von bisherigen Schadensaufzeichnungen und Satellitendaten an, um die Anfälligkeit der europäischen Wälder für diese Gefahren zu messen und abzubilden.
„Verwundbar“ wurde der Anteil an Biomasse definiert, der möglicherweise verloren geht, wenn ein Waldökosystem von einer natürlichen Störung betroffen ist.
Die Studie „ Emergent Vulnerability to Climate Driven Disorders in European Woods“ zeigt, dass die strukturellen, physiologischen und mechanischen Eigenschaften des Waldes die Anfälligkeit des Waldes für Brände, Insektenausbrüche und Windwürfe weitgehend kontrollieren.
Sie stellt fest, dass in diesem Zeitraum insbesondere die Anfälligkeit für Insektenschädlinge gestiegen ist, insbesondere in den sich schnell erwärmenden nördlichen Wäldern in Teilen Skandinaviens und Nordeuropas. In diesen Regionen hat diese Anfälligkeit um etwa 2% pro Jahrzehnt zugenommen.
Die Ergebnisse dieser Studie tragen dazu bei, potenzielle klimabedingte Störfaktoren der Natur in europäischen Wäldern besser zu verstehen, die Waldbewirtschaftung zu steuern und Anpassungsstrategien zu definieren, um diese Schwachstellen zu beseitigen.
Wissenslücken füllen
Die Quantifizierung der Anfälligkeit der Wälder für diese Störfaktorenund das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen ist entscheidend für die Entwicklung wirksamer Strategien zur Eindämmung und Klimawandelanpassung. Bisher fehlten jedoch Beobachtungsergebnisse zur Waldanfälligkeit auf regionaler und kontinentaler Ebene.
Die in Nature Communications veröffentlichte Studie versucht, diese Lücke zu schließen, indem sie die erste beobachtungsbasierte, umfassende Bewertung der Anfälligkeit n für natürliche Störfaktoren in europäischen Wäldern Europas liefert.
Hintergrund
Wälder und anderes bewaldetes Land bedecken mehr als 40% Europas und machen es zu einer der waldreichsten Regionen der Welt. Unsere Wälder liefern nicht nur Holz und Holzprodukte, sondern beherbergen auch viele Ökosysteme und sind ein wesentlicher Bestandteil der biologischen Vielfalt Europas.
Die Auswirkungen des Klimawandels, der zu mehr Bränden, Schädlingen und extremen Wetterbedingungen wie Dürren und Stürmen geführt hat, setzen die Wälder zunehmend unter Druck.
Im Rahmen des European Green Deal hat die Europäische Kommission eine öffentliche Online-Konsultation zur Entwicklung einer neuen EU-Waldstrategie eingeleitet.
Die Strategie, die die Kommission im Laufe dieses Jahres verabschieden wird, wird auf der EU-Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis 2030 aufbauen , den gesamten Waldzyklus abdecken und die zahlreichen Dienstleistungen fördern, die Wälder erbringen.
Studie:
www.nature.com/articles/s41467-021-21399-7
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01.03.2021 | Autor*in: holler
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© skitterphoto auf pexels / Wald

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