STUDIE: Die globale Verkehrswende im Stop and Go
Sollten Regierungen ihre bestehenden Ankündigungen vollständig umsetzen, resümiert der neueste ICCT-Bericht, könnten laut Momentum-Szenario weitere 11 Mrd. t CO₂ eingespart werden. Bleibt jedoch immer noch eine Lücke von 47 Mrd. t gegenüber dem Paris-kompatiblen Szenario.
Womit die Fakten offenbaren, was die aktuelle Politik verdient, nämlich ein glattes 'Nichtgenügend'!
Die Marktanteile elektrischer Fahrzeuge wachsen weiter stark. China bleibt der größte Absatzmarkt für elektrische Pkw, während das schnellste Wachstum in Schwellenländern wie Vietnam, Thailand, der Türkei und Indonesien stattfindet.
Treiber sind fiskalische Anreize, heimische Produktion und kostengünstige Importe. Bei mittelschweren und schweren Lkw führen China und die EU, mit teils zweistelligen Marktanteilen und in einigen EU-Ländern mit über 50 % Neuzulassungen bei mittelschweren Elektro-Lkw im ersten Halbjahr 2025.
Gleichzeitig hat sich das Tempo neuer Regulierung verlangsamt
Zwischen September 2024 und August 2025 wurden keine neuen großen angebotsseitigen Regeln beschlossen. Stattdessen führten die EU und das Vereinigte Königreich kurzfristige Flexibilitäten ein.
In den USA bremst die neue Regierung, so weit sie kann. Dennoch gilt die Pipeline an Vorschlägen in Ländern wie Vietnam, Thailand, Mexiko und Indien als stark.
Um die Verkehrswende zu beschleunigen seien laut ICCT verbindliche Regeln, eine Ausweitung der Standards auf alle Fahrzeugklassen und eine Beschleunigung des Nullemissionsverkehrs notwendig.
Die Beseitigung regionaler Ungleichheiten und politischer Lücken ist entscheidend, um den Straßenverkehr mit dem Pariser Abkommen, nämlich die Erderwärmung unter +2° C zu halten, vereinbar zu machen.