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STUDIE: Deindustrialisierung der EU hat lang vor Dekarbonisierung begonnen

16.12.2025

Die EU vernachlässigt die Stromwende innerhalb der Energiewende

Dekarbonisierung vs. Deindustrialisierung EU.jpg
© Enzo Di Giulio
Eine sehr wichtige Analyse und Bewertung von Daten versachlicht die aufgeheizte Diskussion rund um die oft geäußerte Behauptung, die EU vernichte durch intensives Dekarbonisieren  ihre  wirtschaftliche Basis, nämlich die Industrie.


Vorausgeschickt muss werden, dass alle Studien für sämtliche Weltregionen eines feststellen: Überall wird weitaus zu wenig für die Klimarettung getan. Erst das Doppelte bis Dreifache der aktuellen Anstrengungen würde echte Effekte erbringen.

Zurück zur Untersuchung des Energieexperten Enzo Di Giulio (Eni Corporate University, Mailand), welcher Daten aus der EU mit jenen aus den USA und China vergleicht.

Dabei offenbart sich der Irrglaube, mit der intensivsten Dekarbonisierung vernichte die EU ihre Industrie. Denn die Deindustrialisierung hatte bereits in den 1990er Jahren begonnen, als zunehmend Industriebetriebe ihre Produktion in Billiglohnländer wie China etc. ausgelagert haben.

Tatsächlich wachst Europa und seine Industrie aus einer Reihe komplexer Gründe nicht ausreichend - diese wären laut Di Giulio: 
Fragmentierung des Binnenmarktes, Energieabhängigkeit, geringe Produktivität, Verzögerung der technologischen Innovation, unzureichende öffentliche und private Investitionen sowie dem Bürokratieproblem, welches aus Überregulierung inklusive zu langsamen Entscheidungsfindungen resultiert.

Auf das Energiethema konzentriert, stellt der Experte die weitgehend bekannte, zu langsame Stromwende in den Vordergrund. Speziell die Mobilität wird in China radikal auf Strom umgestellt, was in ähnlicher Art auch der EU sehr zugutekommen würde: Weniger Emissionen aus Verbrennungsmotoren könnten nämlich  mit drastisch verringerter Importabhängigkeit und mit verbesserten EU-Wertschöpfungsdaten einhergehen.

Links

  • Artikel in Rivista Energia
  • Dr. Fritz Binder-Krieglstein

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16.12.2025 | Autor*in: Fritz Binder-Krieglstein
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