Strompreise: Ökoenergie nicht für Anstieg verantwortlich
Die IG Windkraft fordert mehr Sachlichkeit in der Diskussion um steigende Strompreise. Es ist unredlich, einen Anstieg des Strompreises für Handel und Gewerbe im Ausmaß von 33% in Zusammenhang mit dem Ökostromzuschlag zu bringen, wie heute von der Wirtschaftskammer in Zusammenhang mit der Abwanderung eines Gewerbebetriebes aufgrund überhöhter Strompreise. Bei Rechenbeispielen ist die Wirtschaftskammer aufgefordert, absolute Zahlen zu nennen und nicht mit beliebigen Prozentangaben Unklarheit zu schüren.
selber nachrechnen
Man kann mit dem Energie Control Tarifrechner das Rechenbeispiel der Wirtschaftskammer Österreich nachrechnen: Bei einem Gewerbebetrieb mit einem Verbrauch von 30.000 kWh betragen die Stromkosten pro Jahr laut Energie-Control zwischen knapp 4.500 Euro und 3.100 Euro. Dieser Betrieb zahlt absolut gesehen jährlich 10,5 Euro Kleinwasserkraft-Zuschlag sowie 61,2 Euro Ökostrom-Zuschlag, also ca. 70 Euro. Die Erhöhung der Förderbeiträge von 2003 auf 2004 trifft einen solchen Betrieb mit nur 20 Euro, dies entspricht gerade einmal einem halben Prozent Strompreisanstieg. Es ist daher unredlich, Ökostrom mit Strompreiserhöhungen in einem mehrstelligen Prozentbereich in Verbindung zu bringen.
Bankrott wegen 70 Euro?
"Um 70 Euro kann man sich gerade drei Mal seinen Anzug putzen lassen. Wenn also 70 Euro ausschlaggebend sind, dass eine Textilreinigungsfirma zusperrt, muss der Hund woanders begraben liegen" wundert sich Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Die Wirtschaft muss sich endlich daran gewöhnen, dass die Energiekosten steigen, weil die Preise an den internationalen Energiebörsen anwachsen. Dies, weil die knapper werdenden Rohstoffe teurer werden. Nur heimische Ökostromanlagen sichern langfristig eine kostengünstige und krisensichere Stromversorgung Österreichs", so Hantsch weiter.
Weiters sollte die Wirtschaftskammer endlich anerkennen, dass dieÖkostrombranche zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden ist. Die in der Wirtschaftskammer vertretenen Firmen der Ökostrombranche fühlen sich durch eine solche unsachliche Argumentation gegen ihre Branche von der Wirtschaftskammer keineswegs gut vertreten.
Rückfragehinweis: IG Windkraft
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0196 2004-09-17/13:35
Weiters sollte die Wirtschaftskammer endlich anerkennen, dass dieÖkostrombranche zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden ist. Die in der Wirtschaftskammer vertretenen Firmen der Ökostrombranche fühlen sich durch eine solche unsachliche Argumentation gegen ihre Branche von der Wirtschaftskammer keineswegs gut vertreten.
Rückfragehinweis: IG Windkraft
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0196 2004-09-17/13:35
Verwandte Artikel
- Verteilnetzbetreiber müssen Stromnetze fit für PV und Speicher machen
- Bleckwandhütte neu eröffnet: Nachhaltiges Hüttenprojekt über dem Wolfgangsee
- Start des 5. Österreichischen Photovoltaik-Innovationsawards: Synergieeffekte durch Photovoltaik
- Bundesjugendvertretung: Vollversammlung fordert Klimaschutzgesetz ein
- E-Control: Sonnenenergie nutzen und Stromkosten senken
- ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA