Strom bewusst verwenden statt verschwenden
Die Salzburg AG wird in den kommenden Wochen unter dem Titel "Bewusst verwenden statt verschwenden" mit einer Kampagne über richtige und effiziente Stromnutzung informieren. Das berichteten heute Salzburg AG-Vorstandssprecher Arno Gasteiger und Energie-Landesrat Sepp Eisl.
Sepp Eisl: "Ein durchschnittlicher Haushalt in Salzburg kann pro Jahr ohne Investitionen und Komfortverlust rund 600 bis 700 kWh weniger Strom verbrauchen und sich damit bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Bei 120.000 Salzburger Mehrpersonen-Haushalten entspricht das 12 Mio. Euro und ca. 72 Mio. kWh - soviel Strom, wie ein Salzachkraftwerk pro Jahr produziert." Diese Menge entspricht aber auch der Menge an Strom, die in den letzten Jahren durchschnittlich jedes Jahr mehr verbraucht wurde. Steigt der Stromverbrauch weiter in diesem Umfang, wäre pro Jahr ein weiteres Wasserkraftwerk von der Größe des Kraftwerkes in St. Johann nötig. Damit steigt auch die Abhängigkeit von zugekauftem Strom an den internationalen Strombörsen. Rechnet man die so genannten Singlehaushalte (90.000 in Salzburg) und deren Einsparungspotentiale noch dazu, ergibt sich noch ein weiteres Einsparungspotential "halbes Salzachkraftwerk".
Sepp Eisl: "Ein durchschnittlicher Haushalt in Salzburg kann pro Jahr ohne Investitionen und Komfortverlust rund 600 bis 700 kWh weniger Strom verbrauchen und sich damit bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Bei 120.000 Salzburger Mehrpersonen-Haushalten entspricht das 12 Mio. Euro und ca. 72 Mio. kWh - soviel Strom, wie ein Salzachkraftwerk pro Jahr produziert." Diese Menge entspricht aber auch der Menge an Strom, die in den letzten Jahren durchschnittlich jedes Jahr mehr verbraucht wurde. Steigt der Stromverbrauch weiter in diesem Umfang, wäre pro Jahr ein weiteres Wasserkraftwerk von der Größe des Kraftwerkes in St. Johann nötig. Damit steigt auch die Abhängigkeit von zugekauftem Strom an den internationalen Strombörsen. Rechnet man die so genannten Singlehaushalte (90.000 in Salzburg) und deren Einsparungspotentiale noch dazu, ergibt sich noch ein weiteres Einsparungspotential "halbes Salzachkraftwerk".
Stromverbrauch und Stromkosten steigen - das Stromsparpotential auch
Arno Gasteiger: "Die Nutzung von Elektrogeräten und damit auch der Stromverbrauch im Haushaltsbereich ist nicht nur in Österreich deutlich im Steigen begriffen. Die Gründe dafür sind einerseits der wachsende Wohlstand und der dadurch bedingte höhere Lebensstandard, andererseits auch die sukzessive Entwicklung und Vermarktung neuer Elektrogeräte-Typen. Dazu kommt, dass die Energiepreise auf den internationalen Märkten - als Folge der Ölpreisentwicklung - stetig steigen."
Ein weiterer Grund ist auch der stetige Zuwachs von Singlehaushalten. Diese haben zwar einen deutlich geringeren absoluten Stromverbrauch - pro Kopf ist der Verbrauch in Singlehaushalten aber deutlich höher, weil der Grundverbrauch je Wohnung fast unabhängig von der Personenanzahl ist. Das Stromsparpotential liegt bei 1 Personen-Haushalten bei rund 60%. Alleine in Salzburg gibt es ca. 90.000 Singlehaushalte.
Ein weiterer Grund ist auch der stetige Zuwachs von Singlehaushalten. Diese haben zwar einen deutlich geringeren absoluten Stromverbrauch - pro Kopf ist der Verbrauch in Singlehaushalten aber deutlich höher, weil der Grundverbrauch je Wohnung fast unabhängig von der Personenanzahl ist. Das Stromsparpotential liegt bei 1 Personen-Haushalten bei rund 60%. Alleine in Salzburg gibt es ca. 90.000 Singlehaushalte.
Bewusst verwenden statt verschwenden
"Wir wollen mit dieser Kampagne den Verbrauchern den eigenen Umgang mit Strom bewusst machen und den Blick auf unkomplizierte Möglichkeiten zur effizienteren Stromnutzung lenken. Damit kann man bares Geld sparen. Das ist aber nicht der einzige Grund. Neben dem ständig steigenden Stromverbrauch, der die Abhängigkeit von zugekauftem Strom erhöht, soll in der EU bis 2010 der Anteil an Strom aus erneuerbarer Energie auf 22 % steigen. Für Österreich bedeutet das, den Anteil von Strom aus erneuerbarer Energie von derzeit 72 % auf 78,1 % zu steigern. Um dieses EU-Ziel für Österreich zu erreichen und dabei gleichzeitig den jährlichen Verbrauchszuwachs von ca. 2 % bis 3 % abzufedern, braucht es neben neuen Kraftwerkskapazitäten massive Anstrengungen hinsichtlich Verbrauchsvermeidung sowie eine effiziente Nutzung von Strom", so Arno Gasteiger.
Kleine Änderungen - große Wirkung
Sepp Eisl: "Strom und damit Geld im Haushalt zu sparen heißt nicht, auf Lebensqualität zu verzichten. Durch kleine Dinge, wie etwa dem Abschalten von ungenutzen Geräten (anstatt deren Standby-Betrieb) kann ich eine Menge Geld sparen, ohne auf Komfort zu verzichten. Lebensminister Josef Pröll und ich haben im Oktober gemeinsam mit den Rauchfangkehrern im Rahmen der Aktion klima:aktiv eine Energie-Spar-Kampagne gestartet. Die Salzburg AG geht nun in dieselbe Richtung und zeigt auf, wie man mit kaum Aufwand und ohne (viel) Geld auszugeben Strom und Geld sparen kann. Das kommt nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zugute". Verbraucher haben viele Möglichkeiten, Geldbörse und Umwelt zu entlasten. Bereits durch kleine Verhaltensänderungen und geringe Investitionen lassen sich beträchtliche Einsparerfolge erzielen. Und das ohne Komfortverlust! Mehr Informationen und individuelle Beratung gibt es bei der gemeinsamen Energieberatung von Salzburg AG und Land Salzburg. Termine können unter www.salzburg.gv.at/energieberatung oder unter Tel. 0662/8042-3863 vereinbart werden.
Gerade bei Elektrogeräten vergessen Verbraucher oft, dass nicht nur die Anschaffung, sondern auch der folgende Stromverbrauch bezahlt werden muss. Über die gesamte Nutzungsdauer sind diese Kosten bei vielen Geräten höher als der eigentliche Kaufpreis. Ein Beispiel: Ein 1000-Watt-Fön, der täglich fünf Minuten gebraucht wird, trägt ca. 30 kWh zur Jahresstromrechnung bei; ein Elektrowecker mit 10 Watt, der ständig läuft, verursacht ca. 88 kWh. Aber auch andere Dinge helfen, den Stromverbrauch zu mindern: Das fängt beim Kochen mit Topfdeckeln an und reicht bis zum richtigen Wandabstand des Kühlschranks. Ein Beispiel aus der Praxis: Um gefrorene Lebensmittel einzulagern genügen minus 18 Grad. Jedes Grad weniger bedeutet einen erhöhten Stromverbrauch - lediglich fünf Grad tiefere Temperaturen verursachen bereits 25 % mehr Stromverbrauch! Ein durchschnittlicher Haushalt kann sich damit rund 100 kWh im Jahr sparen. Das entspricht am Ende des Jahres in etwa 16 Euro mehr in der Haushaltskasse.
Gerade bei Elektrogeräten vergessen Verbraucher oft, dass nicht nur die Anschaffung, sondern auch der folgende Stromverbrauch bezahlt werden muss. Über die gesamte Nutzungsdauer sind diese Kosten bei vielen Geräten höher als der eigentliche Kaufpreis. Ein Beispiel: Ein 1000-Watt-Fön, der täglich fünf Minuten gebraucht wird, trägt ca. 30 kWh zur Jahresstromrechnung bei; ein Elektrowecker mit 10 Watt, der ständig läuft, verursacht ca. 88 kWh. Aber auch andere Dinge helfen, den Stromverbrauch zu mindern: Das fängt beim Kochen mit Topfdeckeln an und reicht bis zum richtigen Wandabstand des Kühlschranks. Ein Beispiel aus der Praxis: Um gefrorene Lebensmittel einzulagern genügen minus 18 Grad. Jedes Grad weniger bedeutet einen erhöhten Stromverbrauch - lediglich fünf Grad tiefere Temperaturen verursachen bereits 25 % mehr Stromverbrauch! Ein durchschnittlicher Haushalt kann sich damit rund 100 kWh im Jahr sparen. Das entspricht am Ende des Jahres in etwa 16 Euro mehr in der Haushaltskasse.
Standby - Leerlauf kostet
Auch der Standby-Betrieb hat sich zu einem nicht zu unterschätzenden Verbrauchsfaktor entwickelt. Die Zahl "moderner" Geräte zur Unterhaltung oder Kommunikation in Haushalten (z. B. Computer, Anrufbeantworter, Videorecorder u. ä.) ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele sind den ganzen Tag in Betrieb und lassen sich oft nicht mehr komplett ausschalten, z. B. wegen Komfort- oder Datenverlust. Je nach Geräteausstattung liegt diese Leerlaufleistung in einem Haushalt in der Größenordnung von 50 bis 100 Watt, rund um die Uhr. Kaum ein Gerät begnügt sich mit weniger als 5 Watt, die meisten brauchen zwischen 10 Watt und 25 Watt. Alte Geräte liegen oft noch deutlich darüber. Bereitschaftsverluste sind in Österreich für ca. 2 % des Stromverbrauchs verantwortlich; Tendenz steigend! Bei einem Salzburger Durchschnittshaushalt sind das 300 kWh pro Jahr. Geräte ohne echten Ausschalter sollten deshalb, wo immer es möglich ist, z. B. durch schaltbare Mehrfachstecker vom Netz getrennt werden. Einsparpotential: ca. 50 Euro pro Jahr und Haushalt.
Die Kampagne
Die Salzburg AG startet unter dem Titel"Bewusst verwenden statt verschwenden" vom 10. Jänner bis 18. Februar eine Informationskampagne, die anhand einer Vielzahl praktischer Informationen und Tipps zeigen soll, wie jeder von uns Energie effizient nutzen, Stromsparpotentiale ausschöpfen und unnötigen Stromverbrauch vermeiden kann. Inhalt der Kampagne sind konkrete Tipps und Tricks, mit denen man ohne Komfortverzicht und ohne großen Aufwand etwas für den eigenen Geldbeutel und die Umwelt tun kann. Kern der Kampagne ist die Webpage www.stromfresser.at, auf der in Zukunft eine umfassende Sammlung von Stromspartipps zu finden ist. Neben Tipps zu den klassischen Stromfressern wird es dort auch Tipps zu Standby und Beleuchtung geben. Im Rahmen der Kampagne wird es außerdem informative Beiträge in Printmedien, einen breit gestreuten Informationsfolder sowie ein Strom-Quiz von Radio Salzburg geben. Dabei kann man in den Vorrunden, die im Radioprogramm integriert sind, den Strom-Monatsbedarf eines durchschnittlichen Haushaltes (3.500 kWh) gewinnen. Die Finalveranstaltung wird im Rahmen der Messe "Bauen&Wohnen" am 18. Februar 2006 auf der ORF-Bühne am Messegelände Salzburg stattfinden. Hauptpreis: Ein Gutschein in der Höhe eines durchschnittlichen Strom-Jahresbedarfs. Zum Strom-Quiz kann man sich auf www.stromfresser.at anmelden.
Rückfragehinweis und Factsheets: www.stromfresser.at
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0089 2006-01-10/11:11
Rückfragehinweis und Factsheets: www.stromfresser.at
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OTS0089 2006-01-10/11:11
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