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Strengere Qualitätskontrolle in der Zukunft

24.02.2006

Rückblick auf das Seminar „Lebensmittel tierischer Herkunft: Milch, Geflügel und Ei„

Ziel des am 23. und 24. Februar stattgefundenen Seminars war es, Milch, Geflügel und Ei, sowie deren Erzeugnisse als wichtige Lebensmittel in ihrer Qualität zu charakterisieren und in umfassender Weise Fragestellungen der Technologie, der Herkunft, Zusammensetzung, Hygiene wie auch rechtliche Fragen zu behandeln und darzustellen. Über diesen Themenkreis haben österreichische und internationale Fachleute referiert.
Es wurde beispielsweise eine Studie präsentiert, derer Ergebnis weit von dem erwünschten Status entfernt ist: Nach dem heutigem Wissensstand ist es nicht möglich, jene Keime (Bacillus dereus und Mycobacterium avium spp.) in Milch und Milchprodukten ausreichend zu inaktivieren, obwohl dies durch Erhitzung der Lebensmitteln versucht worden ist. Diese sind (leider) unter bestimmten Umständen in der Lage, auch in der Babynahrung in Pulverform Toxine zu produzieren (!).
Obwohl Milch und Milchprodukte an der Gesamtzahl der Erkrankungen, die mikrobiell durch Lebensmittel hervorgerufen werden, nur zu einem geringen Prozentsatz beteiligt sind, können bakterielle Infektionserreger auch durch diese übertragen werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, Methoden zu entwickeln, durch derer Anwendung die Aktivität von diesen Keimen in Milch sowie –erzeugnissen (auch in Pulverform) wenn schon nicht gestoppt, dann zumindest auf ein Minimum reduzieren werden kann.
Im Grunde war die wesentliche Botschaft des in Wien stattgefundenen Seminars: Es sind Methoden zu entwickeln, um Qualitätssicherheit gewährleisten zu können. Immens wichtig ist es die Landwirtschaft nicht „krank„ zu machen – beispielsweise durch Anwendung von Arzneimitteln, insbesondere von Antibiotika, die dann auch in normaler Rohmilch in unerwünschter Menge nachzuweisen sind.
Entsprechend gesunde, natürliche Landwirtschaft, ohne den Einsatz dieser Mittel, steht in engem Zusammenhang mit der Gesundheit der Tiere, mit ihren Produkten sowie auch mit der des Menschen.
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24.02.2006 | Autor*in: stevanov
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