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Strategien für den ländlichen Raum bei der Wintertagung des Ökosozialen Forums Österreich

20.02.2005

Ein Zitat von Rudolf Steiner lautet: „Die wichtigste Aufgabe der (Bio–) Bauern ist , der Bevölkerung zu dienen„

Strategien für den ländlichen Raum

Hollabrunn, 15. Februar –Nach den sehr interessanten Vorträgen am Vormittag wie „Auswirkungen auf den EU–Binnenraum„, „Ökonomische Analyse der Agrarreform in Viehlosen Marktfruchbetrieben„, „Produktionskosten und Erträge bei Anwendung alternativer Bodenbearbeitungsstrategien„ sowie „Produktqualität und Produktsicherheit bei Getreide„ kam nach vielen Jahren wieder ein Vortrag über Bio–Landbau.

Steigerung des Marktanteils von vier auf acht Prozent

Der Obmann der neu gegründeten Dachmarke „BIO–Austria„, Ing. Hans Tomic, hielt einen sehr beeindruckenden Vortrag über die neue Ziele und Ausrichtung der Gruppe. Ing. Tomic hat sehr klare Ziele, die er mit BIO–Austria in den nächsten drei bis vier Jahren erreichen will. So soll der Marktanteil von derzeit vier auf acht Prozent gesteigert werden. Ein gemeinsames Erkennungszeichen, in diesem Falle die Dachmarke, ist dafür unbedingt die Voraussetzung.
Die Länder Salzburg und Tirol haben derzeit sehr viele Codex–Betriebe, die in Zukunft auch über BIO–Austria vermarktet werden sollten.
Der neue Obmann macht sich nicht nur über die Vermarktung der Bio–Produkte Gedanken, sondern spricht auch das Thema Fruchtfolge an, welches schon am Vormittag dieser Tagung ein großes Thema war, um Schäden und Probleme in Böden zu verhindern.
Weiters soll Bio nicht nur in der Direktvermarktung, sondern in der Weiterverarbeitung als Conviniens–Produkt berücksichtigt werden, da es sehr viele Einzelpersonhaushalte gibt. Diese Personen sind eine kaufkräftige Zielgruppe.
Die Exportchancen, unter anderem auch nach Russland, sollen auf 15 bis 20 % gesteigert werden. Die Zukunft der Landwirtschaft wird eine biologisch–ökologische sein müssen. Weiters muss die Qualität im Lebensmittelbereich noch gesteigert werden, Japan verlangt beispielsweise eine Photonenmessung.
Derzeit gibt es etwa 12.000 Bio–Lebensmittel am Markt, die weiter veredelten Produkte kommen jedoch meistens aus Deutschland. Getreide ist in Österreich zu hundert Prozent für den Markt verfügbar. Bei Kartoffeln z.B. gibt es durch unsere klimatischen Bedingungen ein Problem, ganzjährig Bio–Kartoffeln anbieten zu können. So werden Bio–Kartoffeln aus Ägypten importiert. Um die Gewehr von Bio zu garantieren, werden nicht nur österreichische Labors beauftragt, dies zu kontrollieren, sondern es werden auch vor Ort Untersuchungen und Kontrollen durch österreichischen Institutionen durchgeführt.
Als kleine Randbemerkung führte Ing. Tomic an, dass Bio–Diesel nicht „Bio„ ist, sondern als Rohstoff aus Pflanzenöl besteht. Dies nur als kleine Anekdote.
Bio ist in der Landwirtschaft die beste Leistung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die richtige Fruchtfolge im Bio–Landbau ist ein wesentliches Element.
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20.02.2005
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