Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Stillstand bei UN-Klimagipfel in Belém: Mehr Einsatz für 1,5-Grad-Aktionsplan als Muss

16.11.2025

Zivile Proteste vor Ort fordern absolut notwendige Kehrtwende im Wald- und Klimaschutz

Open Boat Day Rainbow Warrior in Belém 1 © Filipe Bispo  Greenpeace.jpg
Open Boat Day auf der Rainbow Warrior in Belem © Filipe Bispo Greenpeace

Nach der ersten Woche des UN-Klimagipfels im brasilianischen Belém zieht die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine gemischte Zwischenbilanz. Während zivilgesellschaftliche Gruppen und indigene Gemeinschaften mit zahlreichen Protestaktionen ein klares Signal für mehr Tempo im Klima- und Waldschutz setzen, bleiben die offiziellen Verhandlungen bislang weit hinter den Erwartungen zurück.
 

Neuer Tropenwald-Fonds begrüßt – aber freiwillige Beiträge kritisiert 

Als wichtigen Schritt bewertet Greenpeace die Einrichtung eines neuen Tropenwald-Fonds. Dieser soll den Schutz der weltweiten Regenwälder stärken. Kritik übt die Organisation jedoch daran, dass Einzahlungen in den Fonds weiterhin freiwillig sind. Ohne verbindliche und faire Verpflichtungen werde es nicht gelingen, die globale Entwaldung wirksam zu stoppen, warnt Greenpeace. Für die zweite Verhandlungswoche fordert die Organisation deshalb deutlich mehr Bewegung am Verhandlungstisch.

Am Ende müsse ein internationaler 1,5-Grad-Aktionsplan stehen, der den Ausstieg aus fossilen Energien ebenso festschreibt wie effektive Maßnahmen gegen die Zerstörung der Wälder. „Mit einem internationalen 1,5-Grad-Aktionsplan, der einen Weg zum Ausstieg aus fossilen Energien vorgibt und unsere Wälder vor der Zerstörung schützt, kann Belém zu einem historischen Wendepunkt werden“, sagt Jasmin Duregger, Klimaexpertin bei Greenpeace Österreich, die vor Ort an den Verhandlungen teilnimmt. „Dafür müssen die Verhandlungen aber dringend mehr Tempo aufnehmen.“
 

Proteste von Indigenen und Zivilgesellschaft prägen den Gipfel 

Parallel zu den stockenden Verhandlungen erlebt Belém eine breite Mobilisierung der Zivilgesellschaft. Indigene Gruppen, NGOs und Aktivist:innen machten in zahlreichen Demonstrationen auf die Dringlichkeit entschlossenen Handelns aufmerksam. Dazu gehörte auch eine spektakuläre Bootsdemonstration („Flotilla“), an der mehr als 200 Schiffe und Boote teilnahmen — darunter das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow Warrior. Gemeinsam fordern sie einen umfassenden Klima- und Waldschutz sowie ein klares Bekenntnis der Staatengemeinschaft zum 1,5-Grad-Ziel.

Österreich im Fokus: Kritik an Klimaminister Totschnig

In der zweiten Verhandlungswoche wird auch Österreichs Klimaminister Norbert Totschnig in Belém erwartet. Greenpeace nutzt seine Anreise für deutliche Kritik: Unter seiner Verantwortung werde die internationale Klimafinanzierung gekürzt, zudem habe Österreich bislang keine Zusagen zum neuen Tropenwald-Fonds gemacht. Dies schade der Glaubwürdigkeit des Landes und schwäche die gemeinsame Verhandlungsposition der EU.

Besonders heftig kritisiert Greenpeace Totschnigs Haltung zur EU-Entwaldungsverordnung. Seine Blockadehaltung gefährde sowohl den globalen Waldschutz als auch die Artenvielfalt und konterkariere die Bemühungen im Kampf gegen die Klimakrise. „Klima- und Umweltminister Totschnig wird seinem Titel bisher nicht gerecht: Er kürzt Klimafinanzierungen und torpediert Waldschutz“, sagt Duregger. „Bei seiner Premiere in Belém wird sich zeigen, ob er die größte Bedrohung unserer Zeit ernst nimmt und endlich Politik zum Schutz der Menschen vorantreiben wird.“

Verwandte Artikel

  • Österreichs Treibhausgas-Emissionen steigen 2025 wieder an
  • Rekordsommer 2026: Oberösterreich erlebt Hitze, Trockenheit und Wetterextreme
  • Extremsommer 2026 kostet Deutschland mindestens 36 Milliarden Euro
  • Parents For Future: „Bremsen ist keine Wirtschaftsstrategie“
  • Jugendliche erkunden schmelzende Gletscher in Tirol
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
16.11.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Climate KIC warnt: Europas Klimaziele schwächen Innovationsdynamik

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Neue Studie: Tierschutzunterricht verbessert Einstellung von Kindern zu Tieren

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 4. September 2026, 70.070 Artikel Online

Weitere Themen

  • Flutkatastrophe in Nepal: Bevölkerung zahlt verheerenden Preis für wachsende Klimarisiken
  • Mit der Zeitmaschine in die Klimazukunft: Wie gesund leben wir morgen?
  • Rechenzentrum auf Ackerland: Streit um geplante Anlage in Stetten
  • Weniger ist mehr: Freiwillige pflegen Bergwald und Alm hoch über Maria Alm
  • Drei Viertel der Österreicher:innen sorgen sich um Folgen des Klimawandels
  • Österreichs Treibhausgas-Emissionen steigen 2025 wieder an
  • Steigende Emissionen nach Kahlschlag beim Klimaschutz: GLOBAL 2000 fordert Maßnahmen
  • Türkei: Dürrealarm am İznik-See - „Die Klimakrise ist da“
  • UNEP: Die Welt wird die 1,5-Grad-Grenze überschreiten   
  • Österreich legt Renaturierungsplan vor - doch über den richtigen Weg wird bereits gestritten
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.616 Artikel | Seite 1 von 1.562

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Open Boat Day Rainbow Warrior in Belém 1 © Filipe Bispo  Greenpeace.jpg

Open Boat Day auf der Rainbow Warrior in Belem © Filipe Bispo Greenpeace