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Startschuß für Elektroauto–Carsharing in Grenoble

12.09.2014

Die französische Stadt stellt eine neue Form urbaner Mobilität ins Zentrum: „Cité lib by Ha:mo„ verbindet Elektroautos mit öffentlichem Nahverkehr

© Toyota– Bald in Grenoble unterwegs: Toyota Elektrofahrzeuge des Typs i–Road und COMS
© Toyota– Bald in Grenoble unterwegs: Toyota Elektrofahrzeuge des Typs i–Road und COMS
Elektroautos und öffentliche Verkehrsmittel bilden in der französischen Stadt Grenoble künftig ein nachhaltiges Netz individueller und öffentlicher Mobilitätslösungen. Fünf Partner – neben Toyota und der Stadt Grenoble sind dies die Metropolregion Grenoble–Alpes, das Energieunternehmen EDF und dessen Tochter Sodetrel – haben diese Vision in die Tat umgesetzt und heute den neuen Service „Cité lib by Ha:mo„ ganz offiziell mit allen Details vorgestellt.
Der Carsharing–Service ist in mehrfacher Hinsicht innovativ: Er bietet eine neue Form der Mobilität, die auf ultra–kompakten Elektrofahrzeugen basiert und das bestehende Netz öffentlicher Verkehrsmittel in Grenoble ergänzt. Die 70 Elektroautos können für Kurz–Trips einschließlich einfacher Fahrten ohne Rückfahrt genutzt werden, die Fahrzeuge müssen nicht zum Ausgangspunkt der Reise zurückgebracht werden. Fahrzeuge und Ladestationen sind nahtlos in das IT–System des öffentlichen Nahverkehrs von Grenoble eingebunden und lassen sich damit problemlos in die Routenplanung miteinbeziehen sowie online oder per Smartphone–App reservieren.
Toyota stellt die 70 Elektroautos umfassende Fahrzeugflotte. Sie besteht aus 35 Toyota
i–ROAD – einem agilen dreirädrigen Fahrzeug, das die Wendigkeit eines Rollers mit dem Komfort eines geschlossenen Pkw verbindet – und 35 vierrädrigen Elektroautos des Typs COMS. Die Autos werden auf speziell ausgewiesenen Flächen abgestellt, eine Parkplatzsuche entfällt. Die äußerst kompakten Abmessungen der Fahrzeuge erleichtert zudem das Planen und Bauen weiterer Parkplätze und Ladestationen.
Mit dem neuen Service wird die Region Grenoble zur Bühne für eine neue Form urbaner Mobilität: „Grenoble ist stark darin, neue Initiativen zu begleiten und sie zu einem Erfolg zu machen, von dem alle profitieren können„, sagte Jacques Wiart, stellvertretender Bürgermeister für städtischen Verkehr. „Cité lib by Ha:mo setzt diese Tradition fort: Wir entwickeln eine neue saubere Mobilitätslösung für die Stadt, die das Radfahren und öffentliche Verkehrsmittel perfekt ergänzt.„
Toyota steuert nicht nur die 70 Elektrofahrzeuge bei, sondern ist auch für das Carsharing–Managementsystem Ha:mo (für „harmonische Mobilität„) verantwortlich, das bereits in der Heimatstadt des Unternehmens im japanischen Toyota City eingeführt wurde. Für Toyota eignen sich Elektrofahrzeuge vor allem für kürzere innerstädtische Fahrten, Hybrid–, Plug–in–Hybrid– und Brennstoffzellenfahrzeuge sind hingegen für längere Reisen praktikabler. „Dieses Projekt konnte verwirklicht werden, weil alle Beteiligten dabei mithelfen wollten, die urbane Mobilität der Zukunft zu entwickeln„, sagte Takeshi Uchiyamada, Chairman der Toyota Motor Corporation. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Menschen in Grenoble an der Lösung städtischer Verkehrsprobleme zu arbeiten.„
Cité lib betreibt seit fast zehn Jahren einen Carsharing–Service in Grenoble; die Flotte besteht derzeit aus 80 Fahrzeugen mit Benzin–, Hybrid–, Erdgas– und Elektroantrieb. Künftig ist diese Flotte doppelt so groß und zugleich flexibler einsetzbar, da Abhol– und Abstellstandort nicht identisch sein müssen. Kunden von Cité lib müssen mindestens 18 Jahre alt sein, eine gültige Fahrerlaubnis besitzen und sich für den Service registrieren. In Grenoble und Umgebung sind insgesamt 27 Ladestationen installiert, jeweils in der Nähe von Bus– und Bahnhaltestellen. Jede Station verfügt über mindestens vier Anschlüsse für den Toyota i–ROAD und COMS, an einigen Stationen können zusätzlich auch andere Elektro– und Plug–in–Hybridfahrzeuge aufgeladen werden. Die Reservierung erfolgt per PC oder über eine App für Smartphones und Tablets. Mit der App können sich die Nutzer alle verfügbaren Fahrzeuge mit ausreichendem Batterieladestand anzeigen lassen.
Die Nutzungsgebühren richten sich nach der Dauer: Die ersten fünfzehn Minuten kosten drei Euro, jede weitere Viertelstunde einen Euro zusätzlich. Zwei Stunden kosten elf Euro, vier Stunden 19 Euro. Für Inhaber von Jahreskarten für die örtlichen Verkehrsbetriebe gibt es ermäßigte Tarife.
Das Projekt „Cite lib by Ha:mo„ beginnt am 1. Oktober und ist auf drei Jahre befristet. In dieser Zeit werden die Projektpartner Daten zu den technischen Aspekten und zum Nutzerverhalten sammeln und auf dieser Basis weiter an ihrer Vision für einen nachhaltigen Stadtverkehr der Zukunft arbeiten.
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12.09.2014 | Autor*in: holler
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