Städte wollen klimaresistente Stadtplanung bis 2035 umsetzen
Insgesamt 33 Städte weltweit verpflichteten sich dazu, bis 2035 eine klimaorientierte Stadtplanung umzusetzen, um Emissionen zu senken, Klimarisiken zu reduzieren und lebenswertere Städte zu schaffen.
Die Initiative unterstützt Städte dabei, sich von traditionellen Modellen der Zersiedelung und autogerechten Stadtentwicklung zu lösen. Stattdessen sollen kompakte, gemischt genutzte und gut vernetzte Stadtteile entstehen, die den öffentlichen Verkehr stärken, Naturflächen schützen und bezahlbaren Wohnraum fördern.
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Paris, Barcelona, Bogotá, Tokio, Vancouver und Kapstadt. Vorgestellt wurde das Projekt bei der Veranstaltung „Urban Planning is Climate Action“ während des World Urban Forum in Aserbaidschan.
Laut UN-Habitat wächst die urbane Fläche weltweit derzeit bis zu 50 Prozent schneller als die Bevölkerung. Gleichzeitig gehen Grünflächen in Städten massiv zurück, während mehr als eine Milliarde Menschen weiterhin in informellen Siedlungen lebt. Der Weltklimarat IPCC betont, dass eine kompakte und nachhaltige Stadtplanung die Treibhausgasemissionen bis 2050 um bis zu 25 Prozent senken könnte.
Vertreterinnen und Vertreter aus Städten wie Tshwane in Südafrika oder Fortaleza in Brasilien präsentierten bereits laufende Maßnahmen – darunter der Ausbau umweltfreundlicher Verkehrssysteme, neue Schutzgebiete und nachhaltige Stadtentwicklungspläne.
Neben der Stadtplanung spielte auch die Finanzierung klimaresistenter Infrastruktur eine zentrale Rolle beim Forum in Baku. C40 Cities, internationale Entwicklungsbanken und weitere Partner forderten einen stärkeren Zugang zu Klimafinanzierung, um Projekte für nachhaltige Mobilität, Wohnbau und urbane Resilienz schneller umzusetzen.