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Stadtgemeinde Schwechat gewinnt den VCÖ–Mobilitätspreis Niederösterreich

07.09.2006

Niederösterreicher sind pro Kopf und Jahr 2.650 Kilometer autofrei unterwegs und sparen dabei 185 Liter Sprit!

Die Stadtgemeinde Schwechat hat den VCÖ–Mobilitätspreis Niederösterreich 2006 und wurde in St. Pölten von Landesrat Josef Plank, dem VCÖ und Postbus ausgezeichnet. Schwechat fördert mit einem umfassenden Maßnahmenpaket energieeffizientes und umweltfreundliches Verkehrsverhalten.
Beim diesjährigen VCÖ–Mobilitätspreis Niederösterreich "energieeffizient mobil" waren Projekte und Initiativen gesucht, die den Energieverbrauch des Verkehrs verringern. Die Stadtgemeinde Schwechat wurde für das "Klimaschutzpaket Verkehr" heute von Landesrat Josef Plank, Postbus–Regionalmanagerin Petra Höfinger sowie VCÖ–Sprecher Christian
Gratzer mit dem VCÖ–Mobilitätspreis Niederösterreich ausgezeichnet.
Schwechat hat im Rahmen des "Klimaschutzpaket Verkehr" zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die den Energieverbrauch und damit die CO2–Emissionen des Verkehrs verringert haben. Die Bedingungen für das Radfahren wurden verbessert, durch komfortable Radwege und Mehrzweckstreifen. Das Radfahren wird zusätzlich durch verkehrsberuhigte Zonen und Wohnstraßen gefördert. In Schwechat gibt es bereits neun Kilometer Tempo 30 Zonen. Die Einhaltung der Tempolimits wird von einer privaten Radar–Überwachungsfirma kontrolliert. Schwechat ist auch beim Winterdienst vorbildhaft: Radwege werden optimal geräumt und gleich behandelt wie die hochrangigen Straßen. Damit ist Radfahren im Alltag auch im Winter möglich. Schwechat hat auch den Öffentlichen Verkehr deutlich verbessert. Am Wochenende wurde ein Anrufsammeltaxi eingerichtet. Die Zahl der Fahrgäste ist von 22.440 im Jahr 2000 auf 38.363 im Jahr 2005 gestiegen, das ist eine Zunahme von 71 Prozent. Zudem werden Buslinien, die von Schwechat nach Wien zur U3 und U1 führen, mitfinanziert. Im Jahr 2005 wurden mit diesen Bussen insgesamt 156.000 Personen befördert.
Gerade im Ortsgebiet ist das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel. Man ist schnell am Ziel, steht nicht im Stau, schont die Umwelt und in Zeiten steigender Spritpreise die eigene Geldbörse. Und zusätzlich tut man auch der eigenen Gesundheit Gutes. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verringert täglich eine halbe Stunde Radfahren das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent.
Wie die Mobilitätserhebung des Landes Niederösterreich zeigt, sind 52 Prozent der Wege kürzer als fünf Kilometer. 22 Prozent der mit dem Auto gefahrenen Strecken sind kürzer als zweieinhalb Kilometer. "Das Umsteigepotenzial vom Auto auf das Fahrrad ist in Niederösterreich groß", stellt VCÖ–Sprecher Gratzer fest.
Eine aktuelle VCÖ–Untersuchung zeigt, dass die Niederösterreicher pro Person und Jahr 2.650 Kilometer energieeffizient zu Fuß, mit dem Rad und mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. "Durch die 2.650 autofreien Kilometer werden pro Person und Jahr rund 185 Liter Sprit gespart und 270 Kilogramm CO2–Emissionen vermieden. Der große persönliche Zusatznutzen: Im Durchschnitt erspart sich damit jede Person 200 Euro an Spritkosten", betont VCÖ–Sprecher Gratzer.
"Die Erdölpreise werden auch in Zukunft hoch sein. Wir in Österreich können die Ölpreise am Weltmarkt nicht beeinflussen. Wir können aber sehr viel tun, damit die Energieeffizienz im Verkehrsbereich erhöht wird", stellt Mag. Christian Gratzer vom VCÖ fest.
Die Energieeffizienz der Mobilität in Niederösterreich kann noch weiter erhöht werden. "Wer mit dem Auto fährt, kann allein durch das Fahrverhalten den Spritverbrauch um rund 20 Prozent verringern. Vorausschauend und niedrig tourig fahren, gleiten statt rasen und schon beim Autokauf auf den Spritverbrauch achten sind die wichtigsten Punkte", betont VCÖ–Sprecher Gratzer. Auch Gemeinden und Regionen können durch dieAusweitung des Angebots an Öffentlichen Verkehrsmitteln und die Verbesserung der Bedingungen für das Radfahren und Gehen, den Energieverbrauch des Verkehrs deutlich verringern können.
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07.09.2006 | Autor*in: holler
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