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Spatenstich für „Lebendige Weingärten“: Biodiversität hält Einzug in Kremser Weinbau

07.05.2026

 Mit dem Projekt „Lebendige Weingärten“ setzen die WINZER KREMS eG gemeinsam mit der Naturschutzstiftung Blühendes Österreich ein starkes Zeichen für nachhaltigen Weinbau.

WinzerKremsBiodiversität.jpg
v.l.n.r.: Chris Yorke, Geschäftsführer Österreich Weinmarketing, Peter Molnar, Bürgermeister Krems, Ludwig Holzer, Geschäftsführer WINZER KREMS eG, Tanja Dietrich-Hübner, Vorständin Blühendes Österreich, Ronald Würflinger, Generalsekretär Blühendes Österreich, Andreas Streit, Leitung Nachhaltigkeit BILLA AG © Robert Harson/Blühendes Österreich

 

Krems - Auf rund 150 Hektar sollen künftig gezielt Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt werden – getragen von mehr als 600 Winzerfamilien.

Im Mittelpunkt stehen konkrete Eingriffe in die Kulturlandschaft: Vielfältige Kräuter- und Pflanzenmischungen sollen die Böden stabilisieren und das Bodenleben stärken. Zusätzlich werden rund 500 Nistkästen installiert sowie etwa 1.000 Bäume und Sträucher gepflanzt. Ziel ist es, neue Lebensräume für Vogelarten wie Schwarzkehlchen, Sperbergrasmücke und Rebhuhn sowie für seltene Tiere wie Ziesel, Smaragdeidechse oder den Großen Feuerfalter zu schaffen. Auch Randstreifen, Böschungen und Steinhaufen werden gezielt als Rückzugsorte gestaltet.

Das Projekt wird von Blühendes Österreich mit 41.500 Euro unterstützt und ist Teil des Förderprogramms #wein.landschaft, das österreichweit fünf Vorzeigeprojekte im Weinbau umfasst. Insgesamt stehen dafür rund 250.000 Euro zur Verfügung.

Für WINZER KREMS-Geschäftsführer Ludwig Holzer ist die Verbindung von Ökologie und Qualität entscheidend: „Die gezielte Umsetzung dieser Maßnahmen stärkt nicht nur die Biodiversität, sondern wirkt sich auch positiv auf die Qualität der Trauben und unserer Weine aus.“

Die WINZER KREMS eG bewirtschaftet mit ihren Mitgliedern rund 1.200 Hektar Rebfläche und gilt als größtes Weingut Österreichs. Die Weingärten prägen seit Generationen die Landschaft entlang der Donau und in den Tälern von Kremstal, Kamptal, Traisental und Wagram – und sollen nun auch ökologisch weiter aufgewertet werden.

Für die beteiligten Winzer ist das Projekt auch eine persönliche Verpflichtung. „Ich will meinen Beitrag leisten, die Welt ein Stück besser zu machen – und beginne in meinen eigenen Weingärten“, sagt Winzer Florian Stöger.

Auch seitens der Projektpartner wird die Bedeutung hervorgehoben: Nachhaltigkeit müsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette gedacht werden, betont Robert Nagele von der BILLA AG, die hinter der Stiftung Blühendes Österreich steht. Unterstützt werden die Maßnahmen unter anderem durch Pfandspenden von Kundinnen und Kunden, mit denen bereits mehrere Naturschutzprojekte in Niederösterreich umgesetzt werden konnten.

Mit „Lebendige Weingärten“ soll gezeigt werden, dass wirtschaftlich erfolgreicher Weinbau und aktiver Naturschutz kein Widerspruch sind – sondern sich gegenseitig stärken können.

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