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Sind Wespen sinnlose Störenfriede?

20.08.2025

Die Grill- und Picknicksaison ist in vollem Gange und wie immer kommen auch ungebetene Gäste – die Wespen. Was man wissen muss: Sie stechen nur bei akuter Lebensgefahr und sind meist friedfertige Mitbewohner. Ein kleines Plädoyer für die missverstandenen Sommerbegleiter, die für das ökologische Gleichgewicht wichtig sind.

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© umweltberatung

Wespen gehören, wie Bienen, zu den Hautflüglern. Es gibt viele verschiedene Wespenarten: Von den Goldwespen, die aussehen wie winzige fliegende Juwelen, über die Schlupfwespen, von denen viele als Parasitoide ganz natürlich Pflanzen schützen, da sie ihre Fressfeinde parasitieren, die Grabwespen, die ihre Brutröhren in den Boden graben, bis hin zu den eusozialen, staatenbildenden Faltenwespen, die der breiten Öffentlichkeit als „Wespen“ schlechthin bekannt sind.
 

Wespen stechen nur bei Lebensgefahr

Vor allem die Gemeine Wespe, Vespula vulgaris, und die Deutsche Wespe, Vespula germanica – beide aus der Gruppe der Faltenwespen – kommen in menschlichen Siedlungsräumen sehr häufig vor. Sie nisten oft in Hohlräumen in der Nähe von menschlichen Behausungen, ihre Nester findet man aber auch auf Sonnenschirmen, unter Balkonen, in Dachstühlen oder Gartenhütten. Die Wespenkönigin legt das Nest im Frühjahr an und legt die Eier der Arbeiterinnen in diesem ersten Nest ab. Die Arbeiterinnen vergrößern dann nach dem Schlüpfen der Wespenjungen das Nest und bauen langsam den Staat auf. Wespennesterbauen ist ein enormer Kraftakt: Die Nester bestehen meist aus zerkauten Holz- und Pflanzenfasern. „Echte Wespen, insbesondere die Gemeine und die Deutsche Wespe, sind wahre Opportunistinnen, was die Nahrungsaufnahme anbelangt: So decken sie ihren hohen Energiebedarf mit einer breiten Nahrungspallette, oftmals auch unseren Lebensmitteln. Die unbeliebten Gäste beim Grillen oder Picknicken haben es dabei besonders auf Süßes und Fleischiges abgesehen, um ihre Energiereserven aufzufüllen und auch Königin und Nachwuchs mit Nahrung zu versorgen“, weiß Naturschutzbund-Expertin Carolina Trcka-Rojas. Wespen besitzen einen Wehrstachel, den sie einsetzen, wenn sie ihr Nest oder sich selbst bedroht sehen: Wespen, die die Nähe zum Menschen gewohnt sind, lassen sich normalerweise nicht so schnell aus der Ruhe bringen und stechen im Allgemeinen nicht grundlos zu. Allerdings ist es für uns Menschen nicht ganz leicht abzuschätzen, wann die Schmerzgrenze des Tieres überschritten wird. Das Bilden der Giftstoffe für den Stich kostet der Wespe viel Energie, daher sticht sie nur in für sie lebensbedrohlich wirkenden Ausnahmefällen zu.
 

Die nobel zurückhaltende Feldwespe

Nicht alle Wespenarten sind gleichermaßen „aufdringlich“: Die Feldwespen beispielsweise sind sehr friedfertige Wesen. Sie gehören zur Gattung Polistes und unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Verhalten und der ökologischen Nische von ihren unbeliebten Kolleginnen. Feldwespen haben einen schlanken Körper und lange Beine. Ihr Aggressionsradius ums Nest ist weitaus kleiner und sie ergreifen schneller die Flucht als ihre Artgenossinnen. Sie bauen offene, wabenförmige Nester ohne schützende Hülle. „Auch sie wagen sich in die Nähe der Menschen, haben jedoch wenig Interesse an deren Speisen, sind gleichzeitig territorial veranlagt und halten dadurch andere Wespenarten fern“, so Trcka-Rojas.
 

Wieso Wespen wichtig sind


Wespen sind essenziell für das ökologische Gleichgewicht. Sie vertilgen große Mengen an Insekten und sind auch für uns Menschen nützlich, da sie Fliegen, Mücken und Raupen von Pflanzenparasiten erbeuten. Zahlreiche Wespenarten sind stark in ihrem Bestand zurückgegangen: Der Verlust von Lebensräumen und die starke Pestizidnutzung sind zwei der Hauptprobleme dafür. Als besonders bedroht gelten viele Grabwespenarten, beispielsweise die Dreiphasen-Sandwespe, Ammophila pubescens, doch auch die Populationen der häufigeren Wespen, unter anderem auch der Hornisse, sind rückläufig.

Wespennest – was nun?

Wespen sind – wie alle Wildtiere in Österreich – geschützt. Ihre Wohn- und Fortpflanzungsstätten dürfen nicht zerstört, die Tiere nicht ohne guten Grund getötet werden. Grundsätzlich kann man ein Wespennest einfach lassen wo es ist, da das Volk spätestens im Herbst abstirbt und das Nest im Normalfall nicht noch einmal bezogen wird. Befindet sich ein*e Allergiker*in im Haus und/oder das Nest in unmittelbarer Nähe zu Hauseingängen oder Fenstern, findet man HIER die passenden Kontakte für eine Nestentfernung in allen Bundesländern.

Der Naturschutzbund bittet, Wespenbeobachtungen via Foto auf seiner Citizen-Science-Plattform www.naturbeobachtung.at bzw. auf der gleichnamigen App unter „weitere Insektenarten“ zu teilen. Jede Meldung hilft, mehr über die Tiere zu erfahren und zu deren Schutz beizutragen.

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