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„Seien wir stolz auf Europa“: Klare proeuropäische Signale beim Europe Day Festival in Wien

10.05.2026

Mit Musik, politischen Botschaften und einem EU-Rave wurde der Wiener Stephansplatz am Samstag zum Schauplatz eines Bekenntnisses zu einem starken und geeinten Europa.

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Europe Day Festival in Wien © Vertretung der Europäischen Kommission Österreich/APA-Fotoservice/Martin Lusser

Bundespräsident Alexander Van der Bellen, EU-Kommissar Magnus Brunner, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig warben für mehr europäisches Selbstvertrauen – und für ein aktives Europa der jungen Generation.

Unter dem Motto des Europatags verwandelte sich der Stephansplatz in ein Festivalgelände zwischen Politik, Popkultur und europäischer Zukunftsvision. Tausende Besucher:innen verfolgten Diskussionen, musikalische Auftritte und politische Statements, die eines gemeinsam hatten: den Appell, Europa nicht nur als politische Institution, sondern als gemeinsames Projekt zu begreifen.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprach sich dabei deutlich für einen neuen europäischen Patriotismus aus. Angesichts globaler Krisen und wachsender Unsicherheiten sei Europa ein Stabilitätsanker. „Wenn wir zusammenhalten, gibt es nichts und niemanden, das oder den wir fürchten müssen“, sagte Van der Bellen. Gerade in Zeiten weltpolitischer Spannungen zeige sich, wie wertvoll die europäische Gemeinschaft sei. Europa müsse seine wirtschaftliche und politische Stärke selbstbewusster wahrnehmen und auch international entsprechend auftreten. Sein Appell: „Seien wir stolz auf unser Europa.“

Auch EU-Kommissar Magnus Brunner hob die Bedeutung europäischer Geschlossenheit hervor. Europa werde weltweit als Raum von Stabilität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wahrgenommen. Diese Stärke dürfe nicht schlechtgeredet werden. Zwar gebe es zahlreiche Herausforderungen, doch Europa verfüge über eine starke Ausgangsbasis. „Wenn wir in Europa zusammenhalten, werden wir auch zukünftige Herausforderungen meistern“, betonte Brunner.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete Europa als ihr „politisches Herzensthema“ und sprach sich für eine handlungsfähigere Europäische Union aus. Eine starke EU bedeute für Österreich mehr Wohlstand, Sicherheit und Freiheit. Europa habe das Potenzial, als globale Kraft aufzutreten – allerdings nicht durch Machtpolitik, sondern durch Kooperation und Partnerschaften. „Jetzt ist die Zeit für mehr Europa“, sagte Meinl-Reisinger und forderte eine Union, die schneller und entschlossener handeln könne.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig erinnerte daran, wie selbstverständlich viele europäische Errungenschaften für junge Menschen inzwischen geworden seien – von Frieden und Reisefreiheit bis zur gemeinsamen Währung. Gerade deshalb müsse Europa aktiv verteidigt werden. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt stünden zunehmend unter Druck, sowohl von innen als auch von außen. Ein starkes gemeinsames Europa sei die wirksamste Antwort darauf. Europa stehe für eine Gesellschaft, „in der nicht das Recht des Stärkeren gilt, sondern die Gemeinschaft im Vordergrund steht“, so Ludwig.

Besonders sichtbar wurde beim Festival auch die Rolle junger Menschen in der europäischen Zukunft. Vertreter:innen des Europäischen Jugendparlaments Österreich, der Bundesjugendvertretung sowie EU-Jugendbotschafter:innen diskutierten darüber, wie politische Beteiligung auf europäischer Ebene konkret aussehen kann und warum europäische Zusammenarbeit gerade für die junge Generation entscheidend bleibt.

Neben den politischen Botschaften setzte das Europe Day Festival bewusst auf Kultur und Unterhaltung. Musiker:innen wie Julian Le Play, Endless Wellness und AVEC sorgten für Festivalstimmung, während Schüler:innen des Wiener Bernoulligymnasiums mit ihrer Interpretation der Europahymne viel Applaus erhielten. Am Abend wurde der Stephansplatz schließlich mit DJ-Sets von Voyage Voyage und Anna Ullrich zum urbanen Dancefloor.

Der Europatag erinnert an die sogenannte Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950, die als Geburtsstunde der europäischen Einigung gilt. Mit der Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion ehemaliger Kriegsgegner sollte Frieden in Europa dauerhaft gesichert werden – eine Idee, aus der schließlich die Europäische Union entstand.

Das Europe Day Festival machte deutlich, dass Europa für viele weit mehr ist als ein politisches Bündnis: Es ist ein Versprechen auf Frieden, Demokratie und gemeinsame Zukunft – ein Versprechen, das angesichts globaler Krisen neu verteidigt und gestaltet werden muss.

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Europe Day Festival in Wien © Vertretung der Europäischen Kommission Österreich/APA-Fotoservice/Martin Lusser
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Europe Day Festival in Wien © Vertretung der Europäischen Kommission Österreich/APA-Fotoservice/Martin Lusser

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Europe Day Festival in Wien © Vertretung der Europäischen Kommission Österreich/APA-Fotoservice/Martin Lusser