Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Schweiz: Bundesgericht pfeift Zulassungsbehörde zum Thema Pestizideinsatz zurück

03.07.2025

Behörden haben Risken ungenügend abgeklärt und Auswirkungen nicht ausreichend geprüft

gift.jpg.jpg
Zürich  - Die Syngenta Agro AG wollte den Einsatz eines Pestizid mit dem Wirkstoff Tefluthrin auf neue Pflanzen ausdehnen. Damit wäre der Einsatz auf mehr Flächen möglich geworden – mit entsprechend grösseren Gefahren für die Umwelt. Die Zulassungsbehörden stimmten der Erweiterung zu. Greenpeace wehrte sich dagegen bis vor Bundesgericht – mit Erfolg.

Die Syngenta Agro AG  mit Sitz im aargauischen Stein verfügt seit 2012 über die Bewilligung, ein Pestizid mit dem Wirkstoff Tefluthrin zu verkaufen, beschränkt auf Futter- und Zuckerrüben.

2020 bewilligten die Behörden die «Erweiterung des Einsatzbereichs». Zuständig für die Zulassung von Pestiziden ist seit 1. Januar 2022 das Schweizer  Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Zuvor oblag diese Aufgabe dem Bundesamt für Landwirtschaft der Schweiz.

Syngenta wollte das Pestizid neu auch als Beizmittel für Getreide, Mais und Chicorée verkaufen. Das entspricht einer massiven Ausweitung auf mehr Ackerflächen und ist mit grösseren Gefahren für die Umwelt verbunden. 

Gefahren nicht ausreichend geprüft

Greenpeace Schweiz erhob gegen diesen Entscheid erfolglos Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Darauf gelangte Greenpeace ans Bundesgericht. Das höchste Schweizer Gericht hat diese Beschwerde nun gutgeheissen. Die Behörden hätten, so das Gericht, die Risiken ungenügend abgeklärt. Sie hätten unter anderem die möglichen Gefahren durch Tefluthrin auf Gewässer und Insekten (Nützlinge) nicht ausreichend geprüft.

Mit diesem Entscheid verpasst das Bundesgericht der Zulassungsbehörde und Syngenta eine happige Rüge. Die drei Richterinnen und zwei Richter fordern das BLV auf, den Wirkstoff einer detaillierten Risikoprüfung zu unterziehen, insbesondere was dessen Auswirkungen auf Gewässer angeht. 

Behörden sind keine Handlanger der Agrochemie

Iris Menn, Greenpeace-Geschäftsleiterin, sagt: «Das Bundesgericht hat sich für die Artenvielfalt entschieden. Die Zulassungsbehörden dürfen nicht Handlager der Agrochemie spielen.»

Der höchstrichterliche Entscheid zeigt zudem, wie wichtig die Verbandsbeschwerde für die Umwelt ist. Das Verbandsbeschwerderecht erlaubt es – wie im vorliegenden Fall –, dass Umweltorganisationen gerichtlich überprüfen lassen können, ob Zulassungsbehörden geltendes Recht anwenden oder nicht. 

*Die Syngenta Agro AG mit Sitz in Stein am Rhein (AG) ist gemäss eigenen Angaben zuständig für das Schweizer Geschäft mit Pestiziden und Saatgut. Sie gehört zum chinesischen Staatskonzern Sinochem.
  • Drucken
  • Empfehlen
03.07.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Extreme Hitze in Europa: Greenpeace verurteilt Angriffe auf EU-Klimaziel 2040

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

THG-Emissionen in Österreich: Positive Entwicklung in allen Bundesländern

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Montag, 11. Mai 2026, 69.048 Artikel Online

Weitere Themen

  • Abholzung senkt Amazonas Stabilität: Kritische Veränderungen schon bei unter 2°C Erwärmung möglich
  • Bericht: Fossile Energien treiben Globalen Süden in die Schuldenfalle
  • „Team Kreislaufwirtschaft“ zündet Turbo in Regionen
  • 24 Stunden im Einsatz für den Vogelschutz
  • Klimaschutz und Energieunabhängigkeit als Chance für Wirtschaft, Sicherheit und Unabhängigkeit
  • LR Kaineder: Klimaschutz als Motor für den Wirtschaftsstandort – Bundesregierung muss Klimabudget erhöhen
  • Satelliten-Analyse: Bregenz gewinnt Rennen um Österreichs grünstes Stadtzentrum 
  • Zwischen Apokalypse und Hoffnung: Klimadebatte in der Wiener Karlskirche
  • Europa-Staatspreis 2026 für Forschungsprojekt CEFoodCycle
  • Runde Sache: Biken und Radfahren im Ausseerland Salzkammergut
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.305 Artikel | Seite 1 von 1.531

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Energiewende mitgestalten – Demokratie stärken, Zukunft sichern Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
gift.jpg.jpg

© Sapphire C / pixabay.com