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Schlechter öffentlicher Verkehr schwächt Vertrauen in Demokratie

03.05.2025

Greenpeace-Studie nach deutscher Bundestagswahl: Wo der Bus nicht fährt, wählen mehr Menschen AfD

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© Free-Photos/ U-Bahn

Hamburg  - In Gemeinden mit einem schlechten Nahverkehrsangebot schneidet die extrem rechte AfD mehrheitlich besser ab. Das zeigt eine Analyse von Daten nach der jüngsten Bundestagswahl durch Wissenschaftler des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts für Demokratieforschung im Auftrag von Greenpeace. Wo Bus und Bahn seltener fahren, hat die AfD bei der Bundestagswahl 2025 überwiegend höhere Zweitstimmenanteile erzielt. Der Zusammenhang zwischen Wahlergebnissen und der ÖPNV-Qualität bleibt auch dann bestehen, wenn demographische, wirtschaftliche und strukturelle Unterschiede zwischen den über 10.000 deutschen Gemeinden berücksichtigt werden. “Wo der Bus weniger fährt, wählen mehr Menschen extrem rechts”, sagt Verkehrsexpertin Marissa Reiserer von Greenpeace. “Wer sich abgehängt fühlt, misstraut politischen Institutionen und ist empfänglicher für rechtspopulistische Erzählungen. Fehlende Busse und Bahnen gefährden nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe und das Klima, sondern auch die Demokratie.”

Besonders ausgeprägt ist der nachgewiesene Effekt im Süden und Osten Deutschlands. Im Osten erzielte die AfD in weniger gut angebundenen Gemeinden im Durchschnitt acht Prozentpunkte mehr als in vergleichbaren Orten mit gutem Nahverkehr. Der Zusammenhang zwischen ÖPNV-Qualität und AfD-Stimmenanteil ist dort ähnlich stark wie der von niedriger Kaufkraft. Bei SPD und Grünen zeigt die Datenanalyse einen gegenläufigen Trend: Sie schneiden tendenziell dort besser ab, wo Busse und Bahnen gut verfügbar sind. Für Union und FDP lassen sich regionale Unterschiede erkennen: mal profitieren sie von guter Anbindung, mal von schlechter. Nicht überall besteht ein Zusammenhang. Für Linke und BSW konnte kein Effekt der ÖPNV-Qualität auf das Wahlergebnis festgestellt werden.

Die Studie berechnet den Zusammenhang zwischen ÖPNV-Angebot sowie weiteren Einflussfaktoren wie Gemeindegröße, Abwanderung, Frauenanteil, Kaufkraft, Arbeitslosigkeit und dem Zweitstimmenergebnis bei der Bundestagswahl 2025. Als Maß für die ÖPNV-Qualität diente eine im März von Greenpeace veröffentlichte  Analyse  aktueller Fahrplandaten auf Gemeindeebene. Diese zeigte, dass rund ein Viertel der Bevölkerung schlecht an das Bus- und Bahnnetz angebunden ist. “Obwohl wir dringend mehr ÖPNV brauchen, stehen an vielen Orten sogar Kürzungen im Raum”, so Reiserer. “Um der AfD praktisch etwas entgegenzusetzen, sollten Bund, Länder und Kommunen jetzt Geld in eine flächendeckende Grundversorgung mit ÖPNV investieren. Davon profitieren Demokratie und Klima.“

Quelle: Greenpeace Deutschland 

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