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Schenkenfelden – die "innovativste Gemeinde" Österreichs

19.03.2005

Ein überzeugendes Projekt– gemeinsame Vermarktung, erneuerbare Energie und mehr

Sieger des Wettbewerbs "innovativste Gemeinde" ist die Marktgemeinde Schenkenfelden in Oberösterreich. Das Projekt „Gemeinsam sind wir alle„, hat die Jury durch ein ganzheitliches Konzept beeindruckt.
Die Mühlviertler Gemeinde Schenkenfelden ist mit rund 1500 Einwohnern eine verhältnismäßig kleine Gemeinde, umso bemerkenswerter sind die Anstrengungen, die unternommen wurden, um regionalen Entwicklungen (hohe Pendlerrate, Kaufkraftabfluss, etc.) entgegen zu treten. Viele haben zusammengewirkt nicht nur wirtschaftliche Impulse gesetzt, sondern in einem Gesamtkonzept zusätzlich die Landwirtschaft gestärkt und ökologisch vorbildliche Maßnahmen gesetzt.

Landwirtschaft und Gewerbe – zusammen stark

Insgesamt 11 landwirtschaftliche Betriebe haben sich zusammengeschlossen und vermarkten ihre hauseigenen Produkte im Rahmen einer Liefergemeinschaft, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus erfolgreich ist. Abnehmer sind nicht nur Privathaushalte, auch die Volksschule und eine Behinderteneinrichtung versorgt. Parallel dazu läuft ein landwirtschaftliches Projekt zur Zusammenlegung von Grundstücken. Durch den Tausch dieser Grundstücke wird die Bewirtschaftung enorm vereinfacht. Der Zusammenschluss der Bauern zu einem Maschinenring war nur eine weitere logische Konsequenz. Der Maschinenring übernimmt seitdem auch Arbeiten für die Gemeinde.
Auch 33 Wirtschaftstreibende der Gemeinde haben sich zu einem Gewerbering zusammengeschlossen. Durch koordinierte Aktivitäten, gemeinsame Messeauftritte und weitere Maßnahmen wurde die regionale Entwicklung des Gewerbes gestärkt, die Anzahl der Selbstständigen ist um ein Drittel gewachsen. Demnächst wird die Errichtung eines lokalen Gewerbezentrums mit 33.000 qm Fläche verwirklicht. Dort sollen mehrere Gewerbebetriebe und auch kommunale Einrichtungen Platz finden. Weiters wurde mit vier Nachbargemeinden der „Verband interkommunale Betriebsansiedelung„ zur Errichtung eines gemeinsamen Gewerbegebietes gegründet.

Biomasse, Solaranlagen, Photovoltaik, Wind

Auch in der Energieversorgung setzt Schenkenfelden neue Maßstäbe. 40 Prozent der Haushalte sind schon mit Pellets–, Hackschnitzelheizungen, Holzvergaser oder Solaranlagen ausgestattet. Die Hackschnitzelheizung der Nahwärme hat eine Kapazität von 2.000 KW, eine 30 m² große Photovoltaikanlage bringt eine Nennleistung von 3 KWp. Zwei Windkraftanlagen erzeugen 1,8 Mio. KWh Strom und versorgen damit 470 Haushalte. Damit werden zur Zeit 64 Prozent des örtlichen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Eine dritte Windkraftanlage steht kurz vor der Verwirklichung.
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19.03.2005 | Autor*in: holler
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