Sakerfalken kehren dank Schutzprojekt nach Österreich zurück
Seit 2004 werden auf rund 60 Meter hohen Strommasten spezielle Nisthilfen montiert. Die künstlichen Brutplätze aus Aluminium bieten den seltenen Greifvögeln sichere Rückzugsorte. Laut wissenschaftlichem Monitoring der Veterinärmedizinischen Universität Wien und BirdLife Österreich wurden seit 2011 bereits rund 850 Jungvögel auf APG-Masten flügge.
„Sakerfalken bauen selbst keine Nester und sind daher auf vorhandene Strukturen angewiesen“, erklärt Ornithologe Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte. Die Nisthilfen würden von den Tieren sehr gut angenommen.
Aktuell läuft die Beringung der Jungvögel – ein zentraler Bestandteil des Projekts. Dabei werden die Falken in den ersten Lebenswochen untersucht und mit individuellen Aluminiumringen markiert. Die Daten liefern wichtige Erkenntnisse über Wanderbewegungen und Überlebensraten der seltenen Greifvögel.
Im Rekordjahr 2025 wurden 143 Jungfalken gezählt. Insgesamt gibt es im APG-Netz in Ostösterreich derzeit 110 Nisthilfen.
Sakerfalken-Schutzprojekt – die wichtigsten Zahlen
- Die Art: etwa bussardgroß, 1 Meter Flügelspannweite, frisst Feldhamster, Ziesel, Tauben
- Projektbeginn: 2004
- Wissenschaftliche Begleitung: seit 2011
- Nisthilfen im APG-Netz (Ostösterreich): 110 (auf Strommasten in 60 Meter Höhe)
- Rekordjahr 2025:
- Brutpaare: 59
- Erfolgreiche Nester: 45
- Ausgeflogene Jungvögel: 143
- Zwei Drittel aller österreichischen Sakerfalken brüten im APG-Netz
- 846 Jungvögel seit 2011 auf APG-Masten flügge