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S34/Spange Wörth: Nächster Knalleffekt – Bundesverwaltungsgericht nimmt Ermittlungen wieder auf

28.03.2026

Die Debatte um die Schnellstraße S34, die Traisental-Schnellstraße, und die Spange Wörth reißt nicht ab.

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© Gerd Altmann - pixabay.com
Entgegen der Siegesmeldungen zahlreicher Befürworter im vergangenen Monat hat das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) nun ein erneutes Ermittlungsverfahren eröffnet und eine Gerichtsverhandlung anberaumt. Für die Projektgegner ist klar: Die frühzeitige Freude der Befürworter war verfrüht und basierte auf einer Fehlinterpretation der Rechtslage.
Voreilige Siegesrufe nach EuGH-Urteil? 


Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Februar (Rechtssache C-131/24 „VIRUS ua.“) herrschte im Lager der S34-Befürworter kurzzeitig Euphorie. Man sprach von „Klarheit“ und einem baldigen Baustart. Doch diese Einschätzung scheint nun wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen.

Wolfgang Rehm, UVP-Koordinator der Umweltorganisation VIRUS, spart nicht mit Kritik an der Gegenseite:  „Einige wunschdenkende S34-Befürworter haben offenbar schneller geredet, als sie das Urteil überhaupt gelesen und verstanden haben konnten. Die tatsächliche Sachlage sieht eben anders aus.“

 

Zusätzlicher Schutzbedarf für Waldvögel und Fledermäuse 

Der Grund für den erneuten Stopp und die tiefergehenden Ermittlungen liegt im Detail des EU-Rechts. Aus dem jüngsten Urteil ergibt sich laut Experten ein erhöhter Ermittlungsbedarf hinsichtlich des Artenschutzes – konkret geht es um den Schutz von Waldvögeln und Fledermäusen.
 

Die Umweltorganisationen hatten unmittelbar nach dem EuGH-Urteil entsprechende Eingaben beim Bundesverwaltungsgericht deponiert, um auf die rechtlichen Konsequenzen hinzuweisen. Das Gericht scheint dieser Argumentation nun zu folgen. Eine direkte Genehmigung des Projekts ohne diese Klärungen wäre rechtlich kaum haltbar gewesen.
 

Komplexität statt einfacher Antworten 

Für Wolfgang Rehm ist die Wiederaufnahme des Verfahrens ein Beweis dafür, dass das Projekt in seiner jetzigen Form rechtlich auf wackeligen Beinen steht. Die Situation sei „tatsächlich komplexer, als allzu schlichte Denkweisen es nachvollziehen können“, so Rehm.. 
 

Die Anberaumung der Verhandlung für die betroffene Region zeigt  vor allem eines: Das letzte Wort zur S34 ist noch lange nicht gesprochen. 

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