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S18-Kostenexplosion in Vorarlberg: 250.000 Euro pro Meter

30.06.2025

Grüne fordern Ende des Monsterprojekts

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© Markus Spiske auf Pixabay
Bregenz - "Geld spielt beim Monsterprojekt S18 offenbar keine Rolle“, kritisiert Klubobmann und Verkehrssprecher der Grünen Daniel Zadra mit Blick auf die jüngsten Informationen der ASFINAG beim Regionalforum in Lustenau. Bei einer Pressekonferenz im Lustenauer Ried forderte er deshalb das Ende der S18 CP-Variante.

„2,1 Milliarden Euro soll die S18 mittlerweile kosten – das sind 250.000 Euro pro Meter und machen die S18 zur wohl teuersten Straße der Welt“, so Zadra. „Für wenige Meter dieser Straße könnten wir Schulen sanieren, leistbaren Wohnraum schaffen, die Ringstraßenbahn umsetzen oder die Kürzungen im Sozialbereich zurücknehmen – doch stattdessen will die schwarz-blaue Landesregierung das Geld im Asphalt vergraben.“  
 
Vignettenpflicht, Enteignungen – und kein Ende in Sicht

Neben den explodierenden Kosten sind für Zadra auch die geplante Vignettenpflicht zwischen Sägerstraße und Messepark sowie die drohenden Enteignungen völlig inakzeptabel. „Wer künftig Verwandte in Lustenau besuchen oder in Dornbirn einkaufen will, braucht eine Vignette – das ist schlichtweg absurd“, so Zadra. Noch dramatischer sei die Tatsache, dass über 900 Grundeigentümer:innen betroffen sind – verkaufen sie ihre Grundstücke nicht freiwillig, droht ihnen die Zwangsenteignung.
 
Dazu kommt: Ein realistischer Zeitplan fehlt völlig. Ob die S18 in 15, 20 oder 50 Jahren fertig wird, kann die ASFINAG nicht sagen. Die Lustenauer Bevölkerung wird noch jahrzehntelang unter dem Verkehr leiden, während die schwarz-blaue Landesregierung einfach zuschaut. „Es gibt keine Lösung beim Brückenstandort Au-Lustenau, kein Nachtfahrverbot, kein zweites 24-Stunden-Zollamt“, fordert Zadra endlich Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung.
 
„Dieses Monsterprojekt blockiert seit Jahrzehnten jede echte Lösung. Schluss mit der S18-Märchenstunden! Machen wir den Kopf endlich frei für Sofortmaßnahmen und echte Alternativen“, so Zadra abschließend.
 
 
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