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S1: Bürger sind skeptisch – Gebiet ohnehin schon schadstoffbelastet

11.03.2006

500 besorgte BesucherInnen bei S1–Planungsausstellung in Wien– Lebhafte Diskussionen um den Sinn und die drohende Gefährdung von Gesundheit und Lebensqualität durch die Lobau–Autobahn kennzeichneten die Informationsveranstaltung

Rund 500 Menschen aus Essling und Groß Enzersdorf fanden sich gestern in der Mittelschule in der Simonsgasse ein. Die Asfinag präsentierte dort die geplante Trassenführung der S1 von Schwechat bis Süßenbrunn, wie sie im Rahmen des Vorprojekts beim Ministerium eingereicht ist. Im am stärksten durch die geplante S1 betroffenen Groß Enzersdorf veranstaltet die Asfinag trotz Ersuchen der BürgerInitiative Marchfeld – Groß Enzersdorf keine Präsentation.
In einer Umfrage vor Ort sprachen sich 63 % gegen den Bau der Autobahn aus (10% „egal„, 27 % „dafür„). Die größten Bedenken haben die – möglichen – AnrainerInnen der S1 in Punkto Lärm und Schadstoffe. Auch durch bauliche Maßnahmen wie Lärmschutzwände und Einhausungen würde nicht verhindert, dass mit der S1 eine erhebliche zusätzliche Lärmquelle in das durch Fluglärm ohnehin bereits stark lärmgeplagte Wohngebiet komme. Das Gebiet Groß Enzersdorf/ Essling ist schon länger als stark schadstoffbelastete Region ausgewiesen.
Der Schadstoffzuwachs durch die Autobahn, besonders die Abluft aus dem 8,5 km langen Tunnel, die durch einen filterlosen Lüftungsturm beim Autokino ausgeblasen werden soll, würde die Gesundheitsgefährdung in diesem Gebiet noch massiv erhöhen. Der Umweltmediziner Dr. Dipl.–Ing. Hans–Peter Hutter brachte die Problematik bei einer Informationsveranstaltung Ende Jänner in Groß Enzersdorf auf den Punkt: „Der Verkehrssektor ist aus medizinischer Sicht der Problembereich Nummer eins. Das Herzinfarktrisiko für Personen an stark befahrenen Straßen ist um 30 % höher, medizinische Folgen von Feinstaub, Schadstoffen und Lärm sind nicht nur wahrscheinlich, sondern schon lange nachweisbare Tatsache.„
Dieselben Bedenken teilen auch zahlreiche Bürgerinitiativen aus Wien und Niederösterreich (BürgerInitiative Marchfeld – Groß Enzersdorf, BI Rettet die Lobau, BI Nein zur Nordostdurchfahrung, die Bürgerinitiativen Marchegg/Breitesee, Deutsch–Wagram, Lassee/Schönfeld, BI Transitschneise Wien – Danke Nein!), mit ihrer gemeinsamen Erklärung in Essling: „Laut österreichischem Generalverkehrsplan ist die Lobau–Autobahn kein Regionenring, sondern Teil des Südkorridors von Tschechien über Wien, Graz und Villach hinunter zur Adria. Zudem bildet die S1 die Verlängerung der TEN 25–Strecke, die in Danzig ihren Ausgangspunkt hat und über Katowice und Brünn nach Wien führt. Somit entsteht direkt vor unserer Haustür die Transitschneise von der Ostsee bis hinunter zur Adria.„
Die Vertreter der Bürgerinitiativen sind sich einig: „Was wir hier brauchen, sind Verkehrslösungen für Pendler in Ost–West–Richtung, aber ganz sicher keinen zusätzlichen Schwerverkehr! Wir fordern daher Ortsumfahrungen und den raschen Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel. Die Asfinag–Veranstaltung war reine Schönfärberei. Informationen werden höchst einseitig präsentiert. Es kann nicht angehen, dass Transitverkehr über die Gesundheit der Menschen gestellt wird!„
"Wer die Region östlich von Wien kennt, weiß, wie wichtig es wäre, hier möglichst rasch die öffentlichen Verkehrsmittel auszubauen. Daher kann es nur heißen: Vorrang für den öffentlichen Verkehr, erst wenn dies alles erledigt ist, sollte man über diese Straße weiterreden und sehen, ob sie dann überhaupt noch notwendig ist!" so eine Anrainerin im Anschluß an die Veranstaltung.
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11.03.2006 | Autor*in: holler
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