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Roundup und das globale Amphibiensterben

06.08.2005

Das profitabelste Produkt des Monsanto–Konzerns könnte für den mysteriösen Rückgang von Fröschen und Kröten verantwortlich sein

Seit Jahren ist zu beobachten, dass die Zahl der Frösche und anderen Amphibien kontinuierlich und weltweit zurückgeht. Es wurden viele Vermutungen über dieses Verschwinden angestellt. So dachte man beispielsweise, dass es sich um eine Seuche (Viren oder Pilze) handeln könnte, andere meinten, es seien verstärkte ultraviolette Strahlung, die Kaulquappen nicht aushalten, dafür verantwortlich.
Auch auf Pestizide fiel neben anderen Umweltfaktoren wie der Klimaerwärmung der Verdacht. Es ist nachgewiesen worden (University of Pittsburg), dass das globale Froschsterben möglicherweise mit dem weltweit am meisten verwendeten Herbizid Roundup, zusammen hängen könnte. Bislang war man davon ausgegangen, dass es für Amphibien unschädlich ist. Das Herbizid, vertrieben und angeboten vom Konzern „Monsanto„, ist aber für Kaulquappen hochgiftig..
Auch wenn das Herbizid sich im Boden verteilt, büßt es seine chemischen Wirkungen nicht ein und tötet neben Kröten auch Frösche. Und selbst wenn man nur ein Drittel der Konzentration verwendet, die als Maximum in der Natur angesehen wird, sterben daran 71 Prozent der Kaulquappen, die in Behältern unter Außenweltbedingungen aufwuchsen. Die Hinzufügung von Erde, die angeblich das Herbizid aufnimmt, änderte an der Todesrate
nichts.
Roundup ist zwar nicht für die Anwendung im Wasser zugelassen, aber das Herbizid kann sich durch unbeabsichtigtes Versprühen auch in kleinen Feuchtarealen ansammeln, in denen Kaulquappen heranwachsen. Für ausgewachsene Frösche ist das Herbizid, das auch Gartenbesitzer zur Bekämpfung von Unkraut einsetzen,
ebenso gefährlich. Wird die von „Monsanto„ empfohlene Menge verwendet, sterben bis zu 86 Prozent der Frösche, die sich auf dem Trockenen aufhalten, innerhalb eines Tages.
Roundup sorgt seit 1974 "Monsanto" für Profite und ist mit dem von diesem Konzern entwickelten genveränderten Nutzpflanzen eng verknüpft.
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06.08.2005 | Autor*in: stevanov
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