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Riesiges Atommüllendlager in Sibirien soll Schmutzkübel für ungelöste Endlagerproblematik in Europa werden

05.07.2004

Einziger Ausweg: Schrittweiser gesamteuropäischer Atomausstieg statt verantwortungsloser Hypotheken für nächste Generationen

ja © Anschober
ja © Anschober
Anlässlich des 50. Jahrestages der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" (offensichtlich hat Putin Tschernobyl längst vergessen) hat sich der russische Präsident Wladimir Putin Anfang dieser Woche für den weiteren Ausbau der Atomtechnologie ausgesprochen und das Angebot, dass Russland Atommüll aus anderen Ländern zur Lagerung und Wiederaufbereitung aufnehmen könnte, erneuert. Das internationale Atommüllendlager sollte demnach in Sibirien errichtet werden. Auf dieses Vorhaben einigten sich Putin und der Chef der internationalen Agentur für Atomenergie (IAEO) Mohammed ElBaradei.
Dazu Umweltlandesrat Rudi Anschober: "Seitdem vor 50 Jahren der erste Reaktor in der Nähe von Moskau in Betrieb genommen wurde, fällt Tag für Tag weltweit radioaktiver Müll an, obwohl die Entsorgung der abgebrannten Brennelemente immer noch ein ungelöstes Problem darstellt. Bisher existiert keine Lösung für die Lagerung und Bearbeitung von abgebrannten Kernabfall, denn die hochradioaktiven und damit zugleich wärmeabstrahlenden ausgedienten Brennelemente müssen über Jahrtausende sicher abgeschlossen und unerreichbar für Mensch und Umwelt gelagert werden. Trotzdem produziert die Atomwirtschaft ungebremst weiter, die Antwort auf die Frage, wie die Endlagerung geschehen soll, bleiben die Betreiber der Atomkraftwerke bis heute schuldig. Das ist verantwortungslos. Die Errichtung eines Endlagers in Sibirien ohne vorherige Klärung der Entsorgungsproblematik hätte katastrophale Auswirkungen, das Atommüllproblem würde damit nicht gelöst, sondern nur verlagert, das Lager würde als "Schmutzkübel" für das ungelöste Endlagerproblem in ganz Europa dienen," warnt Anschober.
Auch russische Ökologen stellen sich ausdrücklich gegen dieses Vorhaben und machen in diesen Tagen darauf aufmerksam, dass dieses Problem "mit einer Katastrophe enden könnte".
Anschober abschließend: "Die ungelöste Entsorgung von Atommüll zeigt wie dringend ein Ausstieg aus der Atomenergie ist und wie verantwortungslos die Atomlobby handelt. Obwohl sich nach einer im April 2003 von Greenpeace in Auftrag gegebenen Umfrage 71% der Europäer gegen Atomenergie aussprechen, wird in der EU diskutiert die Fördergelder für Euratom von 4 auf 6 Mrd Euro aufzustocken. Gerade deshalb verstärken wir in Oberösterreich unsere Anstrengungen gegen die Atomkraft und appellieren an die Bundesregierung, innerhalb der EU endlich wirksam für eine Revisionskonferenz für Euratom und damit für einen schrittweisen gesamteuropäischen Atomausstieg einzutreten."
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05.07.2004 | Autor*in: holler
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