Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

Revolution aus der Steiermark: Resch-Batteriemodul stellt gesamte Branche auf den Kopf

03.12.2025

Batterien dürfen bald nicht mehr irreversibel verbaut sein - Rasch hat die Lösung

Prototyp eines modularen Batteriesystems.jpg
Prototyp eines modularen Batteriesystems © Resch/Wolf
 Das südoststeirische Technologieunternehmen Resch sorgt mit einer Entwicklung für Aufsehen, die die internationalen Vorgaben zur Batterienutzung nicht nur erfüllt, sondern das Produktdesign elektrischer Fahrzeuge grundlegend verändern könnte. Während die EU-Batterieverordnung 2023/1542 Produktion, Nutzung, Reparatur und Entsorgung neu definiert, liefert Resch bereits eine marktreife Lösung  und internationale Automobilhersteller prüfen aktuell eine Serienfertigung.


EU-Vorgaben setzen Industrie unter Druck
 

Die Anforderungen der EU steigen deutlich: Seit heuer müssen Hersteller umfassende technische Informationen wie Kapazität, Leistung und Lebensdauer offenlegen. 2025 folgt der digitale Batteriepass, der den kompletten Lebenszyklus jeder Batterie dokumentieren soll. Ab 2028 müssen CO₂-Fußabdrücke deklariert, ab 2031 höhere Sammel- und Recyclingquoten erfüllt werden.

Am härtesten trifft die Branche jedoch eine Vorgabe, die ab Februar 2027 gilt: Batterien dürfen nicht mehr irreversibel verbaut sein. Konsument*innen müssen sie selbst tauschen können, bei E-Bikes oder E-Scootern muss zumindest eine Fachkraft Akkus entnehmen und reparieren können. Damit stehen die gängigen, verklebten und verschweißten Module vor dem Aus – und das in weniger als 17 Monaten.


Steirischer Betrieb liefert modulare Antwort

Genau hier setzt die Innovation aus St. Stefan im Rosental an. Resch hat ein mechanisches Stecksystem entwickelt, das gänzlich ohne Klebstoffe oder Schweißverbindungen auskommt. Defekte Zellen können punktgenau ersetzt werden, ohne das gesamte Modul entsorgen zu müssen.

„Das verlängert die Lebensdauer, reduziert Kosten und erleichtert das Recycling“, erklärt Geschäftsführer Gerald Resch, der gemeinsam mit Andrea Resch das Familienunternehmen leitet. Für Hersteller von E-Bikes und E-Scootern könne das System zum entscheidenden Baustein werden, um die neuen EU-Vorgaben praktisch umzusetzen.

Wirtschaftlicher Vorteil: bis zu ein Drittel weniger Kosten

Besonders attraktiv ist das Konzept aufgrund seiner Produktionsökonomie. Laut Resch sind bis zu 30 Prozent Kostenersparnis gegenüber herkömmlichen Lösungen möglich. Möglich wird das durch ein breites technisches Fundament: Konstruktion, Vorrichtungsbau, Hochvolt- und E-Mobilitäts-Komponenten, Mechanikbearbeitung, Rührreibschweißen und additive Fertigung finden sich am Standort unter einem Dach.

„Wir können die gesamte Wertschöpfungskette abbilden. Das Zusammenspiel aus Konstruktion, Fertigung und realitätsnaher Validierung ist die Basis für unser System“, betont Resch.
 

Interesse weit über den Mikromobilitätssektor hinaus

Die Entwicklung zieht inzwischen Kreise, mit denen selbst der Betrieb nicht gerechnet hat: Mehrere internationale Automobilhersteller prüfen eine Serienproduktion basierend auf der steirischen Technologie.

Das Moduldesign ist universell und mit allen gängigen Batteriezelltypen kompatibel, erklärt CTO Florian Resch. Anwendungen sieht das Unternehmen daher nicht nur bei E-Kleinfahrzeugen, sondern auch in der Automobilindustrie, der Luft- und Schifffahrt sowie bei stationären Energiespeichern.

Auch aus Sicht der Produktion ist das System zukunftsfit: Es lässt sich von Klein- bis Großserie vollständig automatisieren – ein Faktor, der besonders in der Automobilindustrie entscheidend ist.

 

Mit seinem modularen, reparaturfreundlichen Batteriesystem liefert Resch nicht nur eine Antwort auf kommende EU-Pflichten, sondern legt  möglicherweise die Basis für einen neuen internationalen Standard. Die Steiermark könnte damit zum Impulsgeber einer Technologie werden, die Elektromobilität nachhaltiger, kosteneffizienter und ressourcenschonender macht   und vielleicht schon bald in Fahrzeugen weltweit zum Einsatz kommt.

Andrea und Gerald Resch .jpg
Andrea und Gerald Resch © Resch/Wolf
  • Drucken
  • Empfehlen
03.12.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Câble C1: Die erste urbane Seilbahn für  Paris setzt neue Maßstäbe

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Rekord-November in Norwegen: Tesla dominiert mit einem Drittel aller Neuzulassungen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Montag, 9. Februar 2026, 68.233 Artikel Online

Weitere Themen

  • Urbane Mobilität: Städte müssen mehr tun, damit Pendler das Auto stehen lassen
  • VCÖ-Studie: Österreich kommt bei der Verkehrsreduktion kaum voran
  • Deutschlandnetz: Eviny eröffnet Standort in Elmshorn
  • Neue Umfrage: Akzeptanz für E-Lkw steigt
  • Nach wegweisendem Klima-Urteil gegen deutsche Bundesregierung: Breites gesellschaftliches Bündnis fordert Tempolimit
  • H55 erreicht Meilenstein bei Zertifizierung von Elektroflugzeug-Batterien
  • Wirtschaftskammer Wien hilft Betrieben bei nachhaltiger und effizienter Mobilität
  • Pkw-Neuzulassungen: BYD mit stärkstem Wachstum aller etablierten Hersteller
  • AutoScout24 Europa Report: Österreich mit höchstem Anteil gebrauchter Elektroautos
  • Ein Elektro-Wohnmobil das beeindruckt: "Reiseziel Zukunft"
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.501 Artikel | Seite 1 von 1.151

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Prototyp eines modularen Batteriesystems.jpg

Prototyp eines modularen Batteriesystems © Resch/Wolf

Andrea und Gerald Resch .jpg

Andrea und Gerald Resch © Resch/Wolf