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ReparaturNetzWerk: erfolgreicher Kontrapunkt zur Wegwerfgesellschaft

26.11.2004

Seit 5 Jahren macht das ReparaturNetzWerk Wien KonsumentInnen das Repa–rieren so einfach wie möglich.

"die umweltberatung" betreut im Rahmen der INITIATIVE „Abfallvermeidung in Wien„ das Netzwerk von mittlerweile 43 Reparaturbetrieben. Jährlich mehr als 70.000 Reparaturen und ca. 400 Tonnen Abfallersparnis sind das Ergebnis.
Pro Jahr führen die derzeit 43 Mitgliedsbetriebe des ReparaturNetzWerks Wien insgesamt ca. 72.780 Reparaturen durch. Geschätzte 400 Tonnen Abfälle können damit vermieden werden. Bei ihrer Tätigkeit bringen alle im Netzwerk tätigen ReparateurInnen zusammen zweieinhalb Jahrtausende, genauer 2.633 Jahre Reparaturerfahrung ein.
„Das Interesse am Netzwerk ist groß. Allein an der Servicehotline sind heuer bis Ende Oktober 4.405 KonsumentInnen an Netzwerksbetriebe weitervermittelt worden„, berichtete Sepp Eisenriegler, Umweltberater und Geschäftsführer des Reparatur– und Service–Zentrum R.U.S.Z.

Reparieren und Transportieren leicht gemacht

Das ReparaturNetzWerk erleichtert den KundInnen die Inanspruchnahme der Reparatur–Serviceleistungen. Die Hotline 01/803 32 32 und die Website www.reparaturnetzwerk.at ermöglichen einfache Informationswege für die individuellen Reparaturprobleme. „Das Abhol– und Lieferservice, das den Transport von Reparaturgegenständen jeder Größe übernimmt, macht das Reparieren noch be–quemer. Das Netzwerk hat damit das Problem ‚Wie krieg´ ich meine Waschmaschine zur Reparatur?‘ ganz einfach gelöst„, erklärte Peter Frybert von der MA48, Projekt–coach für das Netzwerk im Rahmen der INITIATIVE "Abfallvermeidung

Steigende Zahl von Betrieben und größeres Angebot

1999 gründeten Sepp Eisenriegler und Dr. Norbert Weiß, Autor des Buches „Die Reparaturgesellschaft – das Ende der Wegwerfgesellschaft„, gemeinsam mit 23 Reparaturbetrieben das ReparaturNetzWerk Wien. Seither ist das Netzwerk ständig ge–wachsen und hat sein Angebot erweitert. „Die Zahl der Mitglieder hat sich innerhalb von 5 Jahren nahezu verdoppelt„, berichtete Norbert Weiß stolz.
Peter Frybert strich den besonderen Nutzen des Netzwerks hervor: „Das Netzwerk vermittelt nicht einfach irgendwelche Kontakte und Adressen, sondern nennt den Kunden und Kundinnen kompetente Reparaturbetriebe, die nach einheitlich definierten Kriterien arbeiten, um den Kundschaften bestmögliches Service zu bieten.„

Das Wiener Modell macht Schule

Das ReparaturNetzWerk Wien bekommt „Geschwister„ in anderen Regionen Österreichs und dient im Rahmen des Projektes RepaNet als Vorbild. In Graz und Liezen laufen die Netzwerke schon, in Feldkirch und Ried wird es Anfang nächsten Jahres soweit sein. „Das stellt das Engagement für Reparaturdienstleistungen auf breitere Beine und stärkt dem Wiener Netzwerk den Rücken„, zeigte sich Sepp Eisenriegler über den Zuwachs erfreut.

Rahmenbedingungen für Reparaturen verbessern

Damit das Reparieren auch in Zukunft noch möglich ist, müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. „Wir arbeiten derzeit Kriterien für ein Gütesiegel aus. Durch ein solches Siegel, das an den Geräten bzw. Verpackungen angebracht ist, können die KonsumentInnnen sich beim Kauf bewusst für ein gut reparierbares Produkt entscheiden. Und HerstellerInnen, die gute Qualität nach strengen Prüfkriterien produzieren, können ihre Produkte auszeichnen lassen„, präsentierte Norbert Weiß das zukunftsweisende Projekt, an dem das ReparaturNetzWerk arbeitet.
ReparaturNetzWerk Wien
Hotline: 01/803 32 32–22
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26.11.2004 | Autor*in: holler
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