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Rekordernte von Soja in Europa 2023

29.11.2023

Ein Drittel mehr Soja bei gleichbleibender Anbaufläche in der EU

© Hülsenfrüchte
© Hülsenfrüchte
Die Prognosen im Sommer zur Sojaernte 2023 wurden nach dem Einfahren der heurigen Ernte noch übertroffen. Das Rekordhoch in Europa wird heuer auf 12,2 Millionen Tonnen Soja vorausgesagt. Das zeigt der aktuelle Donau Soja Market Report November, der gestern veröffentlicht wurde. Damit erhöhte sich die europäische Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel. Die größten Steigerungen gab es in der Ukraine mit einem Plus von knapp einer Million Tonnen um 20 % auf 4,8 Millionen Tonnen. Auch die Soja-Ernte in den EU-Staaten vergrößerte sich um 740.000 Tonnen auf mehr als 3 Millionen Tonnen. In der EU blieb die Anbaufläche heuer etwa gleich, aber die Erntemenge in den EU-Ländern stieg trotzdem um mehr als ein Drittel. Die Welt-Sojaernte wird heuer 400 Millionen Tonnen betragen. "Der Großteil des in der EU verwendeten Sojas stammt nach wie vor aus nicht zertifizierten Quellen in Übersee, wo es zur Abholzung von Wäldern kommen kann. Wir sehen ein großes Potenzial für den Ausbau regionaler, europäischer, gentechnikfreier und nachhaltig produzierter Soja-Wertschöpfungsketten sowohl in der EU als auch in europäischen Nicht-EU-Ländern", erklärt Donau Soja Präsident Matthias Krön.
Rekordernten auch in Deutschland und Österreich
Grund für die massiven Erntesteigerungen waren die Ausdehnung der Sojaanbauflächen in der Ukraine um 20 % sowie die die günstige Verteilung von Niederschlag und Trockenperioden in der EU, die den Ertrag pro Hektar massiv erhöhten. Die positiven Niederschlags- und Erntebedingungen waren auch in Österreich und Deutschland zu spüren. Obwohl die Anbauflächen (Österreich minus 6,4 %; Deutschland minus 12,8%) heuer zurück gingen, erhöhte sich die Erntemengen um 9,4 % (Österreich) bzw. um 9,6 % (Deutschland). Die Ernte in Deutschland beträgt heuer 140.000 Tonnen, in Österreich 267.000 Tonnen. Damit produziert Österreich fast doppelt so viel Soja wie Deutschland. Für 2024 erwartet sich Donau Soja angesichts der günstigen Entwicklungen eine Ausdehnung der Anbauflächen im Jahr 2024.

Seit kurzem gibt es einen neuen "Multicrop Report", der neben gentechnik-freiem Soja auch Mais und Raps berücksichtigt. Dieser Report ist ein gemeinsames Projekt von Donau Soja, ProTerra Foundation und dem Europäischen Verband der Ohne-Gentechnik-Wirtschaft (European Non-GMO Industry Association, ENGA) und wird vierteljährlich erstellt. Darin enthalten sind die neuesten Entwicklungen, Erntezahlen sowie Marktpreise. Nach den heurigen Rekordernten erwartet sich Donau Soja eine Ausdehnung des Anbaus im Jahr 2024. Hier geht es zum neuen Multicrop Report:A spotlight on the main Non-GM crops in the EU: ENGA European Non-GMO Industry Association AISBL
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29.11.2023 | Autor*in: holler
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