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Rekord-Interesse am „Blau-gelben Bodenbonus“: 40 Projekte eingereicht = 2,2 Hektar Boden bereits zurückgewonnen

07.12.2025

Land Niederösterreich feiert Erfolge im Kampf gegen Bodenverbrauch und Hitzeinseln:  Gemeinden setzen auf Entsiegelung und Schwammstadt-Prinzip

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Eines der Vorzeigeprojekte des Bodenbonus ist der Nibelungen-Platz in Tulln: Bei der Eröffnung LH-Stv. Stephan Pernkopf und Bürgermeister Peter Eisenschenk (v.l.). © NLK Burchhart

St. Pölten – Niederösterreich setzt ein  Zeichen für Klimaschutz und lebenswerte Städte: Insgesamt 40 Projekte wurden bisher für den „Blau-gelben Bodenbonus“ eingereicht. Dies ist ein Förderprogramm, das Gemeinden dabei unterstützt, versiegelte Flächen aufzubrechen und klimaresiliente Räume zu schaffen. 27 dieser Projekte wurden bereits mit 2,8 Millionen Euro von Land und Bund unterstützt, weitere Vorhaben befinden sich derzeit in der Prüfung.
 

Der aktuelle Monitoringbericht der Österreichischen Raumordnungskonferenz zeigt: Der Bodenverbrauch in Österreich steigt langsamer als in den Jahren zuvor. Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ist das eine wichtige Trendwende: „Der Boden ist unsere Lebensgrundlage. Jede Entsiegelung ist ein Gewinn für Klima, Natur und Lebensqualität.“
 

Strengere Regeln – sichtbar positive Effekte 

Niederösterreich setzt bereits seit Jahren auf strenge Instrumente wie ein konsequentes Raumordnungsgesetz und klar definierte Siedlungsgrenzen. Die bisherigen Ergebnisse können sich sehen lassen:

Mit Hilfe des Bodenbonus wurden allein in den letzten drei Jahren 2,2 Hektar Boden entsiegelt -  Flächen, die nun wieder Wasser aufnehmen und lokale Temperaturen senken können.

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, zieht ebenfalls eine positive Bilanz: „Das Interesse ist enorm. Wir haben über 90 Anfragen bearbeitet und sehen, dass viele Gemeinden aktiv an Lösungen für Entsiegelung und Klimawandelanpassung arbeiten.“
 

Vom Asphalt zur grünen Oase – wie der Bodenbonus wirkt 

Ziel des Programms ist es, möglichst viele versiegelte Plätze in klimaaktive Zonen zu verwandeln. Nach der Entsiegelung werden Flächen mit versickerungsfähigen Belägen, Grüninseln und Wasserflächen neu gestaltet. Die Vorteile liegen auf der Hand:
 

  • Kühlere Umgebung an Hitzetagen
  • Bessere Versickerung bei Starkregen
  • Weniger Belastung der Kanalisation
  • Mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum
  •  
Best-Practice-Beispiele aus ganz Niederösterreich 

Mehrere Projekte zeigen bereits, wie erfolgreich der Ansatz ist:

  • St. Pölten: Neue Promenade mit modernem Regenwassermanagement
  • Zwentendorf: Umgestaltung der Hauptstraße
  • Laxenburg: Entsiegelung des Johannesplatzes
  • Amstetten: Stadtzentrum als grüne Feier- und Erholungszone – inklusive 100 Bäumen in speziellem Wasserspeicher-Substrat
  • Bad Vöslau: Multifunktionaler Schlossplatz mit Grüninseln und Wasserspiel
  • Tulln: Aus einem Parkplatz wurde nach Bürgerbeteiligung ein großer innerstädtischer Naherholungsraum
  • Ein Modell für die Zukunft


Mit dem Bodenbonus können Gemeinden aktiv auf die Herausforderungen der Klimakrise reagieren   und dabei gleichzeitig mehr Lebensqualität schaffen. Die hohe Zahl an eingereichten Projekten zeigt: Das Thema ist in den Kommunen angekommen und die Bereitschaft, Asphalt zu Grünraum zu machen, wächst.

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Eines der Vorzeigeprojekte des Bodenbonus ist der Nibelungen-Platz in Tulln: Bei der Eröffnung LH-Stv. Stephan Pernkopf und Bürgermeister Peter Eisenschenk (v.l.). © NLK Burchhart