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Reise ins Innere des peruanischen Regenwaldes

29.10.2004

Bürgermeister reisen mit dem Klimabündnis ins Amazonasgebiet

Vom 30.10. bis 13.11. reisen die Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler aus Virgen und Ingo Appé aus Ferlach gemeinsam mit Journalisten und mit KommunalpolitikerInnen aus Deutschland an den Rio Corrientes, ein schwer zugängliches Regenwaldgebiet in Peru. Dort fällt der Regenwald und damit der Lebensraum der indigenen EinwohnerInnen den Interessen von Erdölfirmen zum Opfer.
Ziel der Reise ist es, sich ein Bild von den Folgen unseresübermäßigen fossilen Energieverbrauchs zu machen, die indigenen Völker beim Kampf um ihre Rechte zu unterstützen und eine "Solarpartnerschaft" zu starten, um den Einsatz erneuerbarer Energiequellen hier und dort weiter auszubauen.
Organisiert und geleitet wird die Reise durch Johann Kandler von Klimabündnis Österreich, gemeinsam mit deutschen Kollegen: "Die Reise bietet eine einmalige Chance, unsere Bevölkerung darüber zu informieren und sie zu sensibilisieren, daß unser fossiler Energieverbrauch nicht nur die Umwelt vor Ort und das Klima schädigt, sondern auch weitreichende Folgen für das Leben der Menschen und die Natur in den Erdölfördergebieten hat. Seit Jahren dringen Erdölfirmen tief in abgelegene Regenwaldgebiete vor, Waldflächen werden abgeholzt, Menschen müssen Baggern weichen und Pipeline–Lecks vergiften immer wieder Böden, Flüsse und Grundwasser.
Das Klima–Bündnis, ein europäisches Städtenetzwerk zum Klimaschutz, will politischen EntscheidungsträgerInnen nun die Möglichkeit geben, sich persönlich von den ökologischen und sozialen Folgen der Erdölförderung zu überzeugen."
Virgen unterstützt schon seit Jahren, gemeinsam mit über 500 anderen österreichischen Klimabündnisgemeinden, Indianerorganisationen im Amazonasgebiet bei ihren Anstrengungen zum Erhalt des Regenwaldes, Ferlach hat sich dieses Jahr dem Klimabündnis angeschlossen.
Die zweiwöchige Reise führt am Samstag zunächst über die peruanische Hauptstadt Lima nach Iquitos, einer Stadt im nördlichen Amazonasbecken. Nach letzten Vorbereitungen geht es dann per Boot über 300 km weiter bis zu den Dörfern der Achuar am Río Corrientes im Grenzgebiet zu Ecuador. Neben dem Besuch indigener Dorfgemeinschaften ist die Besichtigung von Ölfeldern und Umweltschäden in der Region rund um Trompeteros, dem Stützpunkt der argentinischen Erdölfirma Pluspetrol, geplant.

Klima–Bündnis/Alianza del Clima e.V.

Dem Klima–Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder gehören europaweit über 1200 Städte und Gemeinden an. In Österreich sind derzeit 550 Städte und Gemeinden Mitglied im Klima–Bündnis sowie alle Bundesländer. Mit ihrem Beitritt verpflichten sich die Mitglieder, klimaschädigende Emissionen durch geeignete Maßnahmen, vor allem in den Bereichen Energie und Verkehr, auf ein nachhaltiges Niveau zu reduzieren. Gleichzeitig unterstützen sie die BündnispartnerInnen im Amazonasgebiet bei der Regenwalderhaltung. Klimabündnis Österreich mit seinen Regionalstellen koordiniert die gemeinsamen Aktivitäten, berät und vernetzt die Mitglieder, initiiert Klimaschutz–Kampagnen und –Projekte und vertritt die Interessen der Städte, Gemeinden und indigenen Partner auf europäischer und internationaler Ebene.
Details dazu Erdoel in Amazonien.org

Informationsreise ins peruanische Amazonasgebiet

Die Reise ist Teil des umfangreichen EU–Projektes "Schwarzes Gold aus Grünen Wäldern – Erdöl in Amazonien". Die europäische Geschäftsstelle des Klima–Bündnis e.V., Klimabündnis Österreich und ASTM (Action Solidarité Tiers Monde) / Klimabündnis Luxemburg machen mit verschiedenen Veranstaltungen wie Vorträgen, Seminaren und Workshops in Gemeinden, Betrieben und Schulen, mit einem Gemeindewettbewerb und dem Besuch indigener Vertreter in den Mitgliedsgemeinden auf die Folgen der Erdölförderung im Amazonasgebiet aufmerksam.
Quelle und mehr Informationen: Klimabündnis Österreich
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29.10.2004 | Autor*in: holler
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