Rechenzentrum Kronstorf: GLOBAL 2000 kritisiert massive Umweltauswirkungen
Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert die massiven Umweltauswirkungen des geplanten Google-Rechenzentrums in Kronstorf. Wie Wirtschaftslandesrat Achleitner medial bekannt gab, soll dieses Rechenzentrum nun noch größer werden. Schon bisher wurde von einem Energiebedarf ausgegangen, mit dem man mehr als 900.000 Haushalte versorgen könnte. Zum Vergleich: In ganz Oberösterreich gibt es 676.000 Haushalte. Jetzt habe Google um eine Vergrößerung des Rechenzentrums um das Eineinhalbfache angesucht. Dadurch ginge nicht nur der Flächen-, sondern auch der Wasser- und Stromverbrauch noch weiter durch die Decke.
Für den Bau von Rechenzentren gibt es keine ausreichenden Auflagen, und das obwohl die Milliardenprojekte enorme Flächen verbauen und einen hohen Wasser- und Stromverbrauch haben. Dazu kommen große Mengen Abwärme, die, im Fall von Kronstorf, ungenutzt die Enns erwärmen. Diese Energieverschwendung darf nicht einfach in Kauf genommen werden. Das Problem: Trotz der enormen Dimensionen des Google-Rechenzentrums in Kronstorf ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen. GLOBAL 2000 fordert Wirtschaftslandesrat Achleitner auf, keine vorschnellen Genehmigungen zu erteilen: “Es braucht ein Moratorium, eine strategische Denkpause, für den Bau von Rechenzentren in Österreich. Bevor wir wild drauf los bauen, müssen Gesetze und Regularien nachgeschärft werden - so können Umweltauswirkungen minimiert und ein effizienter und sparsamer Einsatz von Rechenzentren sichergestellt werden,” fordert Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.