R.I.O. Award Verleihung: Hirnströme statt Massenströme
Gestern wurde in Wien bereits zum vierten Mal der R.I.O. Award der Aachener Stiftung Kathy Beys übergeben. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird in zwei Kategorien für besonders ressourcenschonende Produkte sowie für Regionen vergeben. Der Wettbewerb rückt den Verbrauch begrenzter Ressourcen in den Mittelpunkt, in dem bahnbrechende Innovationen prämiert werden, die sich durch einen besonders intelligenten Umgang mit Rohstoffen auszeichnen. „Die Rohstoffkosten kennen seit ein paar Jahren nur einen Weg: Nach oben! Die stark wachsende Nachfrage aus China, Indien und anderen Ländern nach Energierohstoffen und anderen strategischen Ressourcen trifft auf ein nicht mehr wachstumsfähiges Angebot. Die Märkte nehmen diese ersten Knappheitssignale so empfindlich wie ein Seismograph wahr. „ analysiert Klaus Dosch, der wissenschaftliche Leiter der Aachener Stiftung. „Die mit dem R.I.O. Award ausgezeichneten Produkte zeigen, wie Produkte in Zukunft aussehen werden. Material– und Energiebedarf wird durch intelligente Konstruktion vermindert. Hirnströme statt Massenströme!„ so Dosch.
Insgesamt wurden drei Preise vergeben. Ausgezeichnet wurde das S–House der Gruppe Angepasste Technologie der TU Wien für ein Baukonzept, dass ein Büro– und Seminargebäude mit einem Zehntel der üblichen Menge an Ressourcen errichtet hat. Die Innovation des Hauses, das ohne eine konventionelle Heizung auskommt, ist die hervorragende Dämmung aus Strohballen. Dieser altertümlich anmutende Reststoff aus der Landwirtschaft wird im architektonisch anspruchsvollen Gebäude perfekt verarbeitet und erfüllt alle Anforderungen mit Leichtigkeit. Schon die Heizkosten sprechen für sich: Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 400 m² wird mit einem Festmeter Holz beheizt, das in einem speziell entwickelten Ofen an besonders kalten Tagen verbrannt wird. Die Kosten dafür: rund 50 Euro pro Jahr!
Der zweite Preis geht an das Verpackungszentrum Graz für die Entwicklung eines Schaumstoffes aus Algen. Algen kommen in allen Meeren in großen Mengen vor und wachsen sehr schnell. In einem speziell entwickelten Verfahren werden die gemahlenen Algen mit Luft ausgeschäumt und bilden einen Schaumstoff, der als Dämmmaterial im Hausbau oder als Verpackungsmaterial eingesetzt werden kann. Die Besonderheit: Der nicht brennbare Schaumstoff aus Algen ist nach Gebrauch kompostierbar.
Der Preis für ressourceneffiziente Regionen geht an den Verein Chiemgauer e.V., der im Chiemgau eine regionale Währung etabliert hat. Diese mit dem Euro 1:1 tauschbaren Gutscheine werden in mittlerweile über 500 Geschäften akzeptiert und sorgen für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft. Regionale Warenkreisläufe werden unterstützt und beginnen, unsinnige Warentransporte überflüssig zu machen.
Autor: Klaus Dosch
Aachener Stiftung Kathy Beys
Mehr Info: www.rio–award.info
Insgesamt wurden drei Preise vergeben. Ausgezeichnet wurde das S–House der Gruppe Angepasste Technologie der TU Wien für ein Baukonzept, dass ein Büro– und Seminargebäude mit einem Zehntel der üblichen Menge an Ressourcen errichtet hat. Die Innovation des Hauses, das ohne eine konventionelle Heizung auskommt, ist die hervorragende Dämmung aus Strohballen. Dieser altertümlich anmutende Reststoff aus der Landwirtschaft wird im architektonisch anspruchsvollen Gebäude perfekt verarbeitet und erfüllt alle Anforderungen mit Leichtigkeit. Schon die Heizkosten sprechen für sich: Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 400 m² wird mit einem Festmeter Holz beheizt, das in einem speziell entwickelten Ofen an besonders kalten Tagen verbrannt wird. Die Kosten dafür: rund 50 Euro pro Jahr!
Der zweite Preis geht an das Verpackungszentrum Graz für die Entwicklung eines Schaumstoffes aus Algen. Algen kommen in allen Meeren in großen Mengen vor und wachsen sehr schnell. In einem speziell entwickelten Verfahren werden die gemahlenen Algen mit Luft ausgeschäumt und bilden einen Schaumstoff, der als Dämmmaterial im Hausbau oder als Verpackungsmaterial eingesetzt werden kann. Die Besonderheit: Der nicht brennbare Schaumstoff aus Algen ist nach Gebrauch kompostierbar.
Der Preis für ressourceneffiziente Regionen geht an den Verein Chiemgauer e.V., der im Chiemgau eine regionale Währung etabliert hat. Diese mit dem Euro 1:1 tauschbaren Gutscheine werden in mittlerweile über 500 Geschäften akzeptiert und sorgen für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft. Regionale Warenkreisläufe werden unterstützt und beginnen, unsinnige Warentransporte überflüssig zu machen.
Autor: Klaus Dosch
Aachener Stiftung Kathy Beys
Mehr Info: www.rio–award.info