Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz
KEY26 850x109 ted static

Quantencomputer im Taschenformat

01.01.2025

Ein Quantencomputer, gerade mal so groß wie ein Smartphone – wie das Realität werden könnte, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

technologiePCOInformation.jpg

Physiker Prof. Dr. Vojislav Krstić widmet sich dafür mit seinem Forschungsteam der Entwicklung von Quantenbits (Qubits), die auf Basis topologischer Isolatoren arbeiten – einer Materialklasse, die in den vergangenen Jahren wegen ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften zunehmend in den Fokus der Forschung gerückt ist. Das zukunftsweisende Projekt wird nun mit über 900.000 Euro gefördert.

Vom medizinischen Bereich bis zur künstlichen Intelligenz (KI) könnten alltagstaugliche Quantencomputer viele Prozesse um ein Vielfaches beschleunigen. Doch die bisherigen Modelle haben einen entscheidenden Haken: Sie funktionieren nur bei extrem niedrigen Temperaturen. „Das liegt an den Quantenbits, auch Qubits genannt, die den Computer steuern und dabei mehrere Zustände gleichzeitig annehmen können. Mit diesen Qubits können Quantencomputer große Rechenleistungen erzielen. Die gängigen Qubits funktionieren allerdings erst knapp über dem absoluten Nullpunkt, das sind ungefähr -273 Grad Celsius“, erklärt Prof. Dr. Vojislav Krstić, Institut für Physik der Kondensierten Materie. Deshalb müssen Quantencomputer momentan noch aufwändig und mit großen Anlagen gekühlt werden. „Um Quantencomputer in den Alltag zu integrieren, müssen wir elektrisch adressierbare Qubits finden, die auch bei höheren Temperaturen stabil arbeiten“, sagt Krstić. Das würde nicht nur die Geräte kleiner und erschwinglicher machen, sondern auch ihren Energieverbrauch bedeutend reduzieren.

Die Suche nach dem Qubit der Zukunft

Im Fokus des Forschungsprojekts stehen deshalb topologische Isolatoren: eine Materialklasse, der äußere Einflüsse nichts ausmachen und die Informationen deshalb besonders sicher übermitteln kann. Damit haben die topologischen Isolatoren auch das Potenzial, das Quantencomputing zu revolutionieren. Bisher wurden sie vor allem im makroskopischen, also mit dem Auge sichtbaren, Maßstab untersucht. „Wenn wir die Struktur dieser Materialien nun auf wenige Nanometer verkleinern und gezielt Symmetrien brechen, verändern sich ihre energetischen Eigenschaften und wir könnten sie als Qubits nutzen“, erklärt Krstić. Dabei müssen die Forschenden die Symmetrien des Materials so brechen, dass es stabil bleibt und gleichzeitig die gewünschten Eigenschaften für den Einsatz in Quantencomputern aufweist. „Das ist eine große Herausforderung. Sollten wir aber auf diesem Weg ein Qubit finden, das bei höheren Temperaturen funktioniert, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Beispielsweise könnten Quantencomputer in Autos verbaut werden, die die Energiezufuhr regulieren.“

Über das Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt an der FAU wird über zwei Jahre hinweg gefördert und soll dazu beitragen, die internationale Forschung im Bereich Quantencomputing entscheidend voranzubringen. Dabei fließen die Fördermittel vor allem in das Personal und in spezielle Geräte und Verbrauchsmaterial. Die Arbeit von Krstić und seinem Team könnte nicht nur die Technik revolutionieren, sondern auch zu einem nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen beitragen – ein entscheidender Vorteil in Zeiten des Klimawandels. Denn Quantencomputer, die weniger aufwendige Kühlung benötigen, wären nicht nur umweltfreundlicher, sondern könnten auch überall eingesetzt werden – vom Laptop auf dem Schreibtisch bis hin zur KI im medizinischen Bereich.

Mehr zum Thema Symmetriebrechung:   www.fau.de/2021/04/news/wissenschaft/nickel-fusilli-verhelfen-zum-durchbruch/
 

 

 

  • Drucken
  • Empfehlen
01.01.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Bilanz 2024: Saubere Luft in Niederösterreich!

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Tirol: Naturpark Haus in Längenfeld erstrahlt mit neuem Außengelände

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 13. Januar 2026, 68.131 Artikel Online

Weitere Themen

  • Der österreichische Wetterfrosch zu Besuch beim Frosch
  • Einheitliche Verpackungssammlung kommt gut an: Mehrheit der Österreicher:innen zufrieden
  • Pfand-Jubiläum: Wichtiger Schritt zur Kreislaufwirtschaft
  • Schönbrunner Wasserbüffel als Landschaftsgärtnerinnen im Naturpark Leiser Berge
  • 11. qualityaustria Nachhaltigkeitsforum:  Die heimische Industrie im doppelten Wandel
  • Artenschutz 2025: Hoffnungsschimmer trotz dramatischer Verluste
  • Fünf kluge Upcycling-Ideen für Kaffeesatz
  • Jahreswechsel 2026: Ein Naturschutz-Appell an Tirols Landeshauptmann Mattle
  • Wien zieht positive Klimabilanz für 2025
  • Altes Speiseöl richtig sammeln: Schutz für Umwelt und Kanalisation
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 2
  • 3(current)
  • 4
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.054 Artikel | Seite 3 von 1.506

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
technologiePCOInformation.jpg

© TheDigitalArtist pixabay.com