Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz
oekonews banner

Protest gegen geplantes KI-Rechenzentrum in Kronstorf

05.09.2026

Knapp 58.000 Menschen fordern transparente Gesamtprüfung – Demonstration am 11. September in Linz

pexels-Rechenzentrum .jpg
© panumas nikhomkhai pexels.com

Der Widerstand gegen das geplante große Rechenzentrum des US-Technologiekonzerns Google in Kronstorf nimmt an Fahrt auf. Knapp 58.000 Menschen haben mittlerweile eine Petition für eine umfassende und transparente Prüfung des Projekts unterzeichnet. Kritisiert werden vor allem mögliche Auswirkungen auf Wasser, Energieversorgung und die Region rund um Enns. Am Freitag, dem 11. September, soll eine Demonstration in Linz den Forderungen nach mehr Transparenz und Mitsprache Nachdruck verleihen.
 

Google plant in Kronstorf eines der größten Rechenzentren Europas. Die Dimension des Projekts sorgt seit längerem für Diskussionen. Aus Sicht der „Bürger:innen Initiative Rechenzentrum Kronstorf“ und der Plattform Aufstehn.at sind wesentliche langfristige Folgen des Vorhabens bislang nicht ausreichend geklärt.
 

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Fragen rund um Grundwasser, Energiebedarf und die Auswirkungen auf die Region. Die Initiator:innen verlangen deshalb keine isolierte Betrachtung einzelner Genehmigungen, sondern eine transparente Gesamtprüfung der möglichen Auswirkungen.
 

Fast 58.000 Unterschriften

 

Auf der Petitionsplattform von Aufstehn.at haben sich inzwischen knapp 58.000 Menschen der Forderung angeschlossen. Sie verlangen eine „transparente Gesamtprüfung aller Risiken“ und eine stärkere Einbindung der Bevölkerung.

„Technologischer Fortschritt darf nicht auf Kosten von Transparenz und Mitbestimmung stattfinden. Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen die Auswirkungen umfassend geprüft werden – und die Menschen vor Ort mitreden können“, sagt Flora Bachmann von Aufstehn.at.
 

Kritisiert wird von den Initiator:innen zugleich, dass es von politischer Seite bislang keine Zusicherung einer umfassenden und transparenten Prüfung des Gesamtprojekts gebe.
 

Protest vor dem Linzer Landhaus

 

Jetzt soll der Protest auf die Straße getragen werden. Die von der Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf organisierte Demonstration findet am Freitag, 11. September 2026, in Linz statt.

Treffpunkt ist um 15 Uhr am Landhausplatz 1. Die Demonstration soll rund zwei Stunden dauern. Zum Auftakt sind Redebeiträge von Christina Gruber von der Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf, Dieter Wallentin („da huat brennt“), Lisa Aigelsberger von Südwind Oberösterreich, Werner Scholl von „Guter Grund“ und Davide Bevilacqua von Servus.at angekündigt.
 

Die Organisator:innen wollen damit ein deutliches Signal an Politik und Behörden senden: Bei einem Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung müsse die Bevölkerung frühzeitig eingebunden werden.
 

Rechenzentren werden zur politischen Standortfrage

 

Der Streit um Kronstorf steht dabei beispielhaft für eine zunehmend wichtige Frage: Wie viel Energie und Infrastruktur sollen für den rasch wachsenden Bedarf digitaler Dienste und künstlicher Intelligenz bereitgestellt werden – und unter welchen Bedingungen?
 

Rechenzentren benötigen nicht nur große Mengen Strom, sondern können je nach technischer Auslegung auch erhebliche Anforderungen an Kühlung und damit an Ressourcen wie Wasser stellen. Gleichzeitig versprechen solche Projekte Investitionen, technologische Entwicklung und wirtschaftliche Impulse für die jeweiligen Regionen.
 

Genau diese Interessen prallen in Kronstorf aufeinander. Während die Befürworter:innen die Bedeutung digitaler Infrastruktur und des Technologiestandorts hervorheben, verlangen die Kritiker:innen eine umfassende Betrachtung der ökologischen und regionalen Folgen.

Die Demonstration am 11. September soll nun zeigen, wie groß der Rückhalt für die Forderungen nach Transparenz und Mitsprache tatsächlich ist. Für die Bürger:inneninitiative ist jedenfalls klar: Bei einem Projekt dieser Dimension soll nicht erst nach den Genehmigungen über die Folgen diskutiert werden, sondern bereits davor umfassend geprüft und öffentlich darüber gesprochen werden.

  • Drucken
  • Empfehlen
05.09.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Klimasozialplan: Gute Ansätze, zu wenig für die Betroffenen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Flutkatastrophe in Nepal: Bevölkerung zahlt verheerenden Preis für wachsende Klimarisiken

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 9. Oktober 2026, 70.357 Artikel Online

Weitere Themen

  • ESG-Risiken werden für Unternehmen zum Resilienzthema
  • Hitzesommer 2026: Österreich sammelt die Bilder einer spürbaren Klimakrise
  • Kleiner Akku – großes Risiko: Richtig entsorgen ist in Wien einfach und verhindert Brände
  • Vernichtende Stellungnahmen zur  Vorarlberger Naturschutznovelle: Grüne fordern  „Zurück an den Start“
  • Wenn Frösche und Kröten in den Winter ziehen: Vorsicht auf Österreichs Straßen
  • Burgenland setzt klare Regeln für Datencenter: Erneuerbare Energie und wenig Wasserverbrauch als Voraussetzung
  • Österreichs Weinbau in der Krise: Bäume sollen die Reben retten
  • Schutzwald: Österreichs grüne Lebensversicherung gegen Naturgefahren
  • Guterres warnt vor gefährlichster nuklearer Phase seit Ende des Kalten Krieges
  • Menschgemachter Klimawandel: Die unbequeme Wahrheit, die keiner hören will
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.691 Artikel | Seite 1 von 1.570

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
pexels-Rechenzentrum .jpg

© panumas nikhomkhai pexels.com