ProSumer Österreich: Regierung muss künstliche Bremse bei der PV-Förderung wieder lösen
Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 0% auf 20% auf Photovoltaikanlagen ist die Regierung 2025 auf die Ökostrombremse gestiegen und hat Errichter:innen von Photovoltaikanlagen von Förderungen abhängig gemacht. Unsere Auswertung nach einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an die OeMAG zeigt, dass 2026 die Fördermittel dramatisch zurückgefahren wurden.
„Beim letzten Call im Juni 2026 haben nur 8% der Förderwerber in der Kategorie A und nur 7% Förderwerber in der Kategorie B eine Förderzusage erhalten. Für den Rest heißt es weiter warten und damit muss Österreich weiter auf günstigen Ökostrom warten, obwohl der Ökostromanteil 2025 mit 61 TWh wieder unter den Wert von 2023 mit 63 TWh (nach 71 TWh 2024) gefallen ist und ein Gegensteuern überfällig gewesen wäre“ analysiert Ing. Martin Litschauer, Obmann und Gründer von ProSumer Österreich.
„Beim letzten Call im Juni 2026 haben nur 8% der Förderwerber in der Kategorie A und nur 7% Förderwerber in der Kategorie B eine Förderzusage erhalten. Für den Rest heißt es weiter warten und damit muss Österreich weiter auf günstigen Ökostrom warten, obwohl der Ökostromanteil 2025 mit 61 TWh wieder unter den Wert von 2023 mit 63 TWh (nach 71 TWh 2024) gefallen ist und ein Gegensteuern überfällig gewesen wäre“ analysiert Ing. Martin Litschauer, Obmann und Gründer von ProSumer Österreich.
Der Förderrückstau muss mit zusätzlichen Geld abgebaut werden
"Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer finanzieren sich die Errichter:innen von Photovoltaikanlagen die Förderungen praktisch selbst. Wir fordern daher die Regierung auf, die Fördermittel für den Fördercall im Oktober 2026 so aufzustocken, dass alle Förderanträge positiv abgearbeitet werden können und niemand sein Projekt absagen muss. Gerade vor dem Winter mit drohender Gasknappheit sollten noch so viele PV-Anlagen wie möglich in Betrieb gehen," fordert Doris Holler-Bruckner, Vorstandsmitglied ProSumer Österreich.
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Unsere IFG-Anfrage hat gezeigt, dass allein die Bearbeitung der Photovoltaikförderung bei der OeMAG 32 € Bearbeitungskosten pro Förderung aufwirft. Dabei sind die Kosten für die Aufwendungen für die Einreichung bei den PV-Firmen noch gar nicht mitgerechnet. Bei nur 7 bzw. 8% Förderzusagen heißt das aber, dass die PV-Firmen für tausende Anlagen mühsam die Unterlagen für die Förderungen zusammenstellen müssen und dann über 90% das Projekt nicht umsetzen können und auf den Kosten sitzen bleiben. Dies ist künstliche Arbeitsbeschaffung ohne Mehrwert und muss beendet werden. Der einfachste Weg wäre daher, die Mehrwertsteuer wieder zu senken und die künstliche Bremse beim Ökostromausbau zu beseitigen“ erklärt Mag.a Karin Neckamm Vorstandsmitglied ProSumer Österreich.
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Unsere IFG-Anfrage hat gezeigt, dass allein die Bearbeitung der Photovoltaikförderung bei der OeMAG 32 € Bearbeitungskosten pro Förderung aufwirft. Dabei sind die Kosten für die Aufwendungen für die Einreichung bei den PV-Firmen noch gar nicht mitgerechnet. Bei nur 7 bzw. 8% Förderzusagen heißt das aber, dass die PV-Firmen für tausende Anlagen mühsam die Unterlagen für die Förderungen zusammenstellen müssen und dann über 90% das Projekt nicht umsetzen können und auf den Kosten sitzen bleiben. Dies ist künstliche Arbeitsbeschaffung ohne Mehrwert und muss beendet werden. Der einfachste Weg wäre daher, die Mehrwertsteuer wieder zu senken und die künstliche Bremse beim Ökostromausbau zu beseitigen“ erklärt Mag.a Karin Neckamm Vorstandsmitglied ProSumer Österreich.
Lösung für Balkonkraftwerke: 0% MWST
Mit der Anhebung der Mehrwertsteuer auf Photovoltaik 2025 hat die Regierung vor allem auf eine Lösung für Balkonkraftwerke vergessen. Mit einer Leistung von bis zu 800 W verfügen diese über keinen Zählpunkt und können so auch nicht um eine Photovoltaikförderung ansuchen. Dabei sind diese Balkonkraftwerke, die auch mit Speichern kombiniert werden können, besonders effizient bei der Netzentlastung und können bei modernen Geräten sogar für Notstrom sorgen.
„Um die Stromkosten schnell und einfach zu senken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, fordern wir, dass die Mehrwertsteuer auf Balkonkraftwerke wieder auf 0% gesenkt wird“ so Martin Litschauer.
„Um die Stromkosten schnell und einfach zu senken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, fordern wir, dass die Mehrwertsteuer auf Balkonkraftwerke wieder auf 0% gesenkt wird“ so Martin Litschauer.
Über ProSumer Österreich - Interessenvertretung für Eigenstromnutzer
ProSumer Österreich ist ein Verein mit Sitz 3830 Waidhofen/Thaya, um die Interessen von Betreibern von Ökostromanlagen mit Eigenstromnutzung (z.B. Überschusseinspeiser bei Photovoltaikanlagen) in Österreich zu vertreten und die Mitglieder über Trends am Markt und Gesetzesänderungen zu informieren.
Mit unserem Verein ProSumer AT bilden wir eine Interessensvertretung für Eigenstromerzeugung in Österreich.
Der Begriff ProSumer ist eine Kombination aus den Wörtern „Producer“ und „Consumer“ und bezeichnet Verbraucher, die Strom erzeugen und abwechselnd Strom ins Stromnetz einspeisen und beziehen. Im Deutschen ergibt sich der Begriff Prosument aus „Produzent“ und „Konsument“.
Mit unserem Verein ProSumer AT bilden wir eine Interessensvertretung für Eigenstromerzeugung in Österreich.
Der Begriff ProSumer ist eine Kombination aus den Wörtern „Producer“ und „Consumer“ und bezeichnet Verbraucher, die Strom erzeugen und abwechselnd Strom ins Stromnetz einspeisen und beziehen. Im Deutschen ergibt sich der Begriff Prosument aus „Produzent“ und „Konsument“.