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Preissturz bei Speichern: Batterien werden zum neuen Rückgrat der Energiewende

07.03.2026

Während die Kosten für Wind- und Solaranlagen 2025 überraschend stiegen, erlebten Batteriespeicher einen historischen Preisverfall. Ein neuer Bericht von BloombergNEF (BNEF) zeigt: Die Karten im globalen Energiemarkt werden neu gemischt – zulasten fossiler Brennstoffe.

Batteriegroßspeicher.jpg
Batteriegroßspeicher in Bamberg © INTILION

NEW YORK – Die Energiewelt erlebt derzeit eine paradoxe Entwicklung. Jahrelang kannten die Kosten für Erneuerbare Energien nur eine Richtung: nach unten. Doch der aktuelle „Levelized Cost of Electricity 2026“- Bericht von BloombergNEF zeigt, dass dieser Trend vorerst gestoppt ist. Lieferkettenengpässe und Protektionismus haben Wind- und Solarkraft im vergangenen Jahr  verteuert. Doch inmitten dieser Steigerungen gibt es einen klaren Gewinner: die Batterietechnologie. 


Der Speicher-Check: Rekordtief bei 78 Dollar

Die Zahlen sind beeindruckend. Die Kosten für vierstündige Batteriespeicherprojekte fielen im Jahr 2025 um satte 27 % auf einen globalen Benchmark von nur noch 78 USD/MWh. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2009. 

„Produktionsüberkapazitäten im E-Auto-Markt und effizientere Systemdesigns verändern die Wirtschaftlichkeit großer Speicherprojekte grundlegend“,
erklärt Amar Vasdev, Hauptautor des Berichts.

Dieser Preissturz macht die Kombination aus Erneuerbaren und Speichern unschlagbar. Projektentwickler koppelten 2025 bereits 87 Gigawatt Solarleistung direkt mit Speichern – zu einem Durchschnittspreis von 57 USD/MWh.

Wind und Solar im Gegenwind
Im Gegensatz dazu mussten andere Technologien  ein wenig Federn lassen:

Photovoltaik: Die Kosten für Solarparks stiegen um 6 % auf 39 USD/MWh.

Onshore-Wind: Weltweite Kosten kletterten leicht auf 40 USD/MWh.

Offshore-Wind: Mit 100 USD/MWh bleibt diese Technologie immer noch teuer, getrieben durch enge Lieferketten (in Großbritannien liegen die Kosten gar 69 % über dem Niveau von vor fünf Jahren).

Gas-Schock durch Rechenzentren

Besonders dramatisch ist die Lage bei der fossilen Erzeugung. Der Hunger von KI-Rechenzentren nach konstanter Energie hat die Nachfrage nach Gasturbinen massiv befeuert. Die Folge: Die Kosten für neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD) sprangen um 16 % an, auf ein Rekordhoch von 102 USD/MWh.

In den USA hat die Windkraft die Gaskraftwerke damit bereits wieder als günstigste Energiequelle überholt. BNEF prognostiziert, dass Solaranlagen in Verbindung mit Batterien in Regionen wie Kalifornien oder Texas bald einen Großteil des Bedarfs von Rechenzentren  kostengünstiger decken können als jedes Gaskraftwerk.

Ausblick: Die Zukunft ist flexibel

Trotz der aktuellen  kleinen Delle bei Wind und Solar bleibt BloombergNEF langfristig optimistisch. Durch Innovation und Wettbewerb wird bis 2035 mit einer weiteren Kostensenkung gerechnet:

Solar: -30 %

Batteriespeicher: -25 %

Onshore-Wind: -23 %

Der Bericht  zeigt deutlich: Der Übergang von fossilen Spitzenlastkraftwerken hin zu einem System, das auf Speichern basiert, beschleunigt sich. In einem Markt, der händeringend nach flexibler und günstiger Last sucht, sind Batterien nicht mehr nur eine Ergänzung, sondern einfach der entscheidende Wettbewerbsvorteil.

Links

  • Battery Storage Costs Hit Record Lows as Costs of Other Clean Power Technologies Increased: BloombergNEF
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07.03.2026
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