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Preiserhöhung für öffentliche Verkehrsmittel – eine Maßnahme gegen den Klimaschutz?

29.03.2007

Straßenbahnfahrschein in Wien um 60 Prozent teurer als vor 20 Jahren – Benzin im 10 Prozent

In Wien sollen demnächst die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel erhöht werden. "Wer die Maßnahmen gegen den Klimawandel ernst nimmt, muss den öffentlichen Verkehr fördern: Die Tarife müssen günstig bleiben, die Takte und der Komfort verbessert werden." meint dazu Eva Glawischnig, die stv. Grüne Bundessprecherin. Glawischnig verweist darauf, dass Benzin im Vergleich zum Öffi–Fahrschein seit Jahrzehnten klar bevorzugt werde. "Benzin ist um zehn Prozent teurer als vor 20 Jahren, Diesel kostete gleich viel. Nur ein Straßenbahnfahrschein hat sich um 60 Prozent verteuert."
"Auch die längst fällige Verdoppelung der Parkgebühren ist nur eine Alibiaktion. In Wien ist Parken im Vergleich zu Rest–Österreich mit Abstand am billigsten gewesen. Das ist nur eine notwendige Anpassung." Keiner werde deshalb auf die gleichzeitig teurer werdenden Öffis umsteigen, kritisiert Glawischnig. Überdies bemängelt die Grüne Vizechefin, dass die Mittel aus der Parkschein–Erhöhung vor allem Bauprojekten zugute kommen sollen. "Das Mindeste wäre das Geld vollständig in den öffentlichen Verkehr zu investieren."
Glawischnig fordert, dass die Öffi–Preispolitik ebenso wie die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung beim "Klimagipfel" mit den Landeshauptleuten diskutiert werden. "Gusenbauer und Pröll müssen auf ihre Länder und Gemeinden einwirken. Klimaschutz muss in allen Lebensbereichen vorrangig sein." Der Kanzler müsse Wiens Bürgermeister Häupl zur Räson bringen, um die Öffipreis–Erhöhung zurückzunehmen.
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29.03.2007 | Autor*in: holler
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